Mopane Wald in der Trockenzeit  –  Alle Fotos auf der Seite (wenn nicht anders angegeben) von Ulrike Wizisk

Die Wälder im Liwonde National Park (Malawi)

Wichtig  zu wissen: Unsere Reise fand im September statt (im Jahr 2018). Während dieser Zeit sind die Mopane-Bäume ohne Laub, weshalb diese Wälder wie ein Trockenbiotop aussehen. Zu anderen Jahreszeiten ist es hier sehr viel feuchter (und natürlich grüner). Die Galeriewälder und z.T. auch die anderen Waldgebiet können während der Regenzeit überschwemmt werden, je nachdem wie stark die Regenfälle sind.

Entlang des Shire-Flusses zieht sich ein Streifen Galeriewald, der ganzjährig über recht viel Feuchtigkeit verfügt, so dass hier viele Baumarten gedeihen, die ihre Blätter auch in der Trockenzeit nicht abwerfen. Es ist ein halb-immergrünes Acacia–Albizia–Diospyros-Dickicht. Besonders auffällig sind die hellen Gelbrinden- oder Fieberakazien. Wegen des dichten Unterwuchses ist dieser Wald fast undurchdringlich und Tierbeobachtung dort sehr schwierig.  (siehe auch unter Flussbiotope)

Elefant im Uferdickicht

Der am weitesten verbreitete Waldtyp im Liwonde National Park ist der Mopane-Wald, der fast nur aus Colophospermum-mopane-Bäumen besteht. Sie sind typisch für Schwemmebenen in heißen Klimaten Afrikas unterhalb von ca. 1500 Höhenmetern. Die Bäume werden um die 20 bis 25 m groß, haben eine dunkle, furchige Borke und werfen in der Trockenzeit ihre Blätter ab.

Impalas im Mopane-Wald

Der eintönige Mopane-Wald geht einerseits über in den Galeriewald am Flussufer, in dem sich mehr und mehr immergrüne Baumarten zwischen die Mopane-Bäume mischen. Anderseits leitet ein vermehrtes Auftreten von Baobab-Bäumen, Kandelaber-Euphorbien (Wolfsmilchgewächse) und Fächerpalmen in eine Baumsavanne über, wo der Wald immer lichter wird und schließlich ein eine offene, grasdominierte Landschaft übergeht.

Übergang zur Baumsavanne

Tierbeobachtungen in den Wäldern von Liwonde

Der Mopane-Wald bietet in der Trockenzeit, wenn das Laub fehlt und die Sicht gut ist, ideale Bedingungen für die Tierbeobachtungen und ist Ziel von Jeepsafaris. Man kann dort nun häufig Säugetierarten beobachten, die ansonsten eher in der offenen Graslandschaft anzutreffen sind, wie z.B. Impalas, die sich in Gebieten ohne freie Sicht (auf evt. Feinde) unwohl fühlen.  Auch Rappenantilopen, Großkudus, Büffel, Warzenschweine und Elefantenherden begegnen einem bei den Exkuriosionen.

Ornithologen konzentrieren sich hier auf einige seltene bzw. woanders schwer zu beobachtende Vogelarten, wie Mevesglanzstar Lamprotornis mevesii mevesii, Böhmspint Merops boehmi und Erdbeerköpfchen (Agapornis lilianae).

Die Fotos können durch Anklicken vergrößert werden. Dann erhält man auch mehr Infos zu den Bildern.