Elefanten im Liwonde National Park  – Alle Fotos auf der Seite (wenn nicht anders angegeben) von Ulrike Wizisk

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Malawi

"Das warme Herz Afrikas"

Markt irgendwo auf der Fahrt von Lilongwe nach Lulawa

Land und Leute

Malawi ist mit 118.000 km² eines der kleinsten Länder Afrikas und gehört zu den am dichtesten besiedelten, so dass man bei Fahrten über Land (auf erstaunlich guten Straßen) schon oft den Eindruck hat, es stehen überall kleine Häuser, und ein Ort geht in den anderen über. Und auf den Märkten ist immer viel los.

Die größten Städte sind die Hauptstadt Lilongwe und Blantyre mit je über eine halbe Million Einwohnern.

Durch den 29.600 km² großen Malawisee verläuft die öst­liche Grenze des Landes bildet. Im Nordwesten wird Malawi von Sambia, im Nordosten von Tansania und im Süden von Mosambik begrenzt.

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Elephant Rock – ein Granitberg

Geologie

Geologisch besteht Malawi hauptsächlich aus Gneisen und Intrusivgesteinen des Erdaltertums, die älter als 1 Milliarde Jahre sind.  Nur örtlich werden sie von jüngeren Vulkaniten und Sedimenten überlagert.

Das interessanteste geologische Phänomen ist der Ostafrikanische Grabenbruch, dessen südliches Ende sich in Malawi befindet. Dieses „Great Rift Valley“ ist ein ca. 3500 km langes System von Rissen in der Erdkruste, das sich in Nord-Süd Richtung durch Ostafrika zieht und zahlreiche aktive Vulkane aufweist. Diese aufgrund von Spannungen im Erdinneren entstandene Bruchzone ist mit einem Alter von nur einigen Millionen Jahren geologisch noch sehr jung. An ihren Rändern überragen die „Grabenschultern“ die Talsohle um etwa 1000 bis 3000 m. Innerhalb des 30 – 200 km breiten Rifts befinden sich zahlreiche Gewässer, von denen der Malawisee der zweitgrößte ist.

Sonnenuntergang im Nyika National Park

Klima

Malawi hat ein subtropisches Klima mit mehreren Jahreszeiten. In der Regenzeit von November bis April kann die Luftfeuchtigkeit 100% erreichen. Von Mai bis September fällt kaum Regen. Den einzigen Niederschlag bildet dann ein feuchter Nebel in größeren Höhenlagen. Zwischen April und August sind die Temperaturen gemäßigt; ab September erwärmt es sich wieder.
Die durchschnittlichen Temperaturen schwanken zwischen 19 °C und 32 °C von November bis April und zwischen 14 °C und 24 °C von Mai bis Oktober. Die Nächte können kühl bis kalt sein, besonders im Bergland.
Im Allgemeinen ist es im Hochland kühl und feucht, während es in den tiefer gelegenen Gebieten heiß und schwül ist. Am Malawisee ist es am wärmsten, jedoch weht meistens ein kühlender Wind.
Es besteht ein Niederschlagsgefälle von rund 2000 mm pro Jahr im äquatornäheren Norden zu weniger als 1000 mm im Süden; die im Regenschatten liegende Grabensohle erhält örtlich kaum 600 mm.

Ein Zufluss in den Malawisee

Naturräume

Das Landschaftbild wird von Hochflächen mit Inselbergen, weiten Ebenen und dem Malawisee geprägt. Südlich vom See schließen sich Berglandschaften an: Die leicht gewellte Hügellandschaft des Shire-Hochlands umgibt das Ufer des gleichnamigen Flusses. Das Zomba Plateau (bis 2134 m) und das Mulanje Massiv (3048 m) ragen aus einer eher flachen, von Teeplantagen bedeckten Hochebene heraus. Der Norden des Landes ist ebenfalls gebirgig mit Höhen bis 3000 m (Nyika Plateau).

Der Malawisee ist das drittgrößte Binnengewässer Afrikas. Der Shire, der den südlichen Abfluss des Malawisees bildet, ist mit 402 km der längste Fluss Malawis. Nachdem er zunächst den kleinen Malombesee durchströmt, mündet er auf mosambikischem Staatsgebiet in den Sambesi.

Mehr zu den Naturräumen Malawis:

Miombo-Wald

Vegetation - Habitate

Savannen und offene Grasflächen sowie lichter Trockenwald / Buschland (Miombo) sind die vorherrschenden Vegetations­typen Malawis. Sie bedecken etwa ein Drittel des Staatsgebietes, 25 % entfallen auf den Malawisee und andere Gewässer, 20 % sind Ackerland und 15 % Wiesen und Weiden. Leider reduziert sich die natürliche Vegetation immer mehr zugunsten von Kulturland. Geschlossene Wälder kommen nur noch in den Gebirgslagen und auf den Hochplateaus vor. In der Umgebung der Siedlungsgebiete ist bereits alles weitgehend abgeholzt.

Afrikanische Scherenschnäbel im Liwonde National Park

Fauna

In Malawi sind um 180 Säugetiere nachgewiesen, darunter viele Fledermäuse und kleine Nager. Interessanter für “normale” Naturreisende sind die vielen Antilopenarten, wie Elen, Großkudu, Ellipsen-Wasserbock, Rappen- und Pferdeantilope u.v.m.  Von den Primaten bekommt man häufig den Steppenpavian zu Gesicht. Elefanten sind die Stars des Liwonde National Parks. Dort sind auch Flusspferde häufig. Nashörner sind auch in Malawi sehr bedroht und selten. Auch die großen Beutegreifer sind rar. Im Liwonde National Park läuft ein vielversprechendes Wiederansiedlungsprogramm für Löwen. Ansonsten sieht man (bei Nachtexkursionen) ab und an Hyänen, Schakale und kleinere Prädatoren wie Mungos, Zibet- und Ginsterkatzen. Die ca. 650 teilweise sehr seltenen Vogelarten locken viele Ornithologen nach Malawi. Spektakulär ist auch die Artenanzahl der Fische. Immerhin sind ca. 500 Spezies bekannt, von den ca. 90 % nur in Malawi vorkommen. Aquarianern sind die vielen Buntbarscharten aus den Malawisee wohl bekannt. [Ausführlichere Informationen zur Fauna gibt es bei den Beschreibungen der jeweiligen Naturräume.]