Felsformation mit Miombo-Wald im Dzalanyama Forest Reserve  – Alle Fotos auf der Seite (wenn nicht anders angegeben) von Ulrike Wizisk

Malawi: Dzalanyama Forest Reserve

Das Dzalanyama Forest Reserve liegt etwa 50 km (Luftlinie) südwestlich von der malawischen Hauptstadt Lilongwe. Es umfasst die relativ steile Hügelkette gleichen Namens, die entlang der Grenze zu Mosambik verläuft und die Wasserscheide bildet zwischen dem Einzugsgebiet des Malawisees und des Sambesi-Flusssystems. Das Reservat wurde in erster Linie eingerichtet um die Wasservorräte der Hauptstadt zu schützen. Auf Höhen zwischen 1100 und 1650 Metern gelegen, bedeckt es eine Fläche von knapp 1000 km².

Die Vegetation wird dominiert von Miombo-Trockenwald, nur in den höheren Lagen findet man noch vereinzelte Reste von immergrünem Bergwald. Entlang einiger Fließgewässser wird das recht geschlossene Waldgebiet von offeneren Schwemmebenen (Dambos) unterbrochen. 

Vogelwelt
Das Reservat ist besonders interessant für zahlreiche Miombo-„Spezialitäten“. BirdLife International gibt insgesamt für das Gebiet 290 nachgewiesene Arten an, darunter auch einige Sichtungen von Rötelfalken. Weit verbreitet sind Stierlingsspecht (Dendropicos stierlingi) und der Olivkopfweber (Ploceus olivaceiceps). Nur in einem Flusstal des Gebirges lebt die Ugallaralle (Sarothrura lugens).

Quelle: BirdLife International: Important Bird Areas factsheet: Dzalanyama Forest Reserve; dort auch unter http://datazone.birdlife.org/site/factsheet/dzalanyama-forest-reserve-iba-malawi/details eine Liste der bedeutendsten vorkommenden Vogelarten

Unser BIRDING am 6. September 2018:
Die meisten Ornithologen kommen wegen des Steinspringers (Pinarornis plumosus, engl. Boulder Chat) hierhin. So war diese Spezies auch der Zielvogel für unsere Tagesexkursion (von Lilongwe aus). Der dunkle, etwas amselähnlich aussehende, aber zu den Fliegenschnäppern (Muscicapidae) zählende Vogel ist auf Habitate mit rundlichen Granitfelsen spezialisiert. Er soll im Dzalanyama-Wald recht gut zu beobachten zu sein. Wir haben auf unserer Exkursion lange an einer viel versprechenden Stelle gewartet, sahen aber letztendlich nur auf Entfernung ein paar Vögel vorbeihuschen.

Doch waren wir mit der Tour trotzdem zufrieden, denn wir konnten einige Miombo-Arten fotografieren, darunter auch den Miombowürger (Lanius souzae, engl. Souza Shrike), den BirdLife International als eine eine “wichtigen” Arten für dieses Schutzgebiet auflistet.

Bildergalerie Dzalanyama Forest (auf die Pfeile rechts und links klicken) – Fotos Ulrike Wizisk