Spanien - Vielseitiges Andalusien: Wüste - Berge - Meer

Foto Mick Richerson

Reise-Code: E-And_eL19

Reisethema: Erlebte Landschaft (Gruppenpauschalreise)

09.09. bis 15.09.2019 (7 Tage)

ab 1650,- €

♦ Cabo de Gata ♦ Sierra Nevada ♦ Desierto de Tabernas ♦ Vogelzug ♦ Schmetterlinge ♦ Libellen ♦ Flora ♦ viele unterschiedliche Habitate

Diese Reise in den Osten der südspanischen Region Andalusien, in die Provinzen Almeria und Granada, steht unter dem Motto „Erlebte Landschaft“, denn wir beschäftigen uns mit vielen Aspekten des Naturraumes und haben auch Gelegenheit, etwas über die Geschichte der Region zu erfahren. Wir besuchen „wichtige“ Beobachtungspunkte für den Vogelzug, schauen aber genauso interessiert nach Pflanzen und Insekten. Es erwarten uns etliche seltene Schmetterlings- und Libellenarten. In der Sierra Nevada erleben wir – nur wenige Kilometer von der Küste entfernt – eine Hochgebirgsflora und -fauna. In der Desierto de Tabernas sowie am Cabo de Gato erwarten uns wüstenartige Zustände mit einer einzigartigen Vegetation.

Die Tour ist eine eigenständige Reise für vielseitig interessierte Naturliebhaber, aber auch eine ideale Ergänzung zur mehr ornithologisch ausgerichteten Tour „Doñana und Vogelzug an der Straße von Gibraltar“, die vorher stattfindet. Auch für Reisepartner mit etwas unterschiedlichen Interessensschwerpunkten bietet es sich an, beide Reisen zu kombinieren.

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Wohin wir fahren - die Hauptreiseziele

Die Beschreibungen der einzelnen Exkursionsgebiete sollen einen Eindruck von der Landschaft mit ihrer Flora und Fauna geben. Wir werden Vieles, aber sicherlich nicht alles sehen. Auch werden wir nicht an allen Lokalitäten alle Habitate besuchen. Genaueres steht im Reiseverlauf, in dem auch weitere („kleinere“) Lokalitäten beschrieben sind. Auch wird der Exkursionsplan ggf. den aktuell herrschenden Beobachtungsbedingungen angepasst.

Hauptattraktion im Lagunas de Campillos Naturschutzgebiet im Tal von Antequera sind eine Reihe von abflusslosen Steppenseen mit relativ hohem Salzgehalt. Obwohl die Lagunen einen Großteil des Jahres trockenfallen, werden sie von zahlreichen Vögeln genutzt, darunter Flamingos, Stelzenläufer, Löffelente, Pfeifente, Blässhühner und Lachmöwe. Die flache Umgebung der Seen ist zum größten Teil von Olivenhainen, Kornfeldern und riesigen Anbauflächen von Sonnenblumen bedeckt, die die natürliche Vegetation weitgehend verdrängt haben. Letztere besteht hauptsächlich aus Buschland. Die Ufer sind mit Binsen, Kugelsimse und Pfahlrohr bestanden und auch interessante Gemeinschaften von Wasserpflanzen finden sich mancherorts, darunter Althenia orientalis, Chara aspera, Chara galioides und Ruppia maritima. In den Olivenhainen lebt u.a. der Wiedehopf, während Samtkopf-Grasmücke und Rotkopfwürger das Buschland vorziehen. Die weiten Felder bieten Rebhuhn und Wachtel einen Lebensraum. Zur Zeit des Vogelzugs sieht man auch häufig Greifvögel wie Wespenbussard, Schmutzgeier und Rotmilan am Himmel kreisen. Auch die hiesige Reptilienfauna umfasst einige interessante Arten wie Spanischer Sandläufer und Eidechsennatter.

Der nahegelegene ebenfalls zwischen Olivenhainen und Getreidefeldern eingebettete Fuente de Piedra bildet das größte Feuchtgebiet im Landes­inneren von Andalusien. Das flache, salzhaltige Gewässer beherbergt die mit bis zu 20000 Brutpaaren größte Flamingokolonie der Iberischen Halbinsel (die zweitgrößte in Europa). Weitere 170 Arten kommen an diesen See um zu nisten, zu rasten oder um zu überwintern, darunter Weißkopf-Ruderente und Dünnschnabelmöwe. Besonders in trockenen Sommern wird das von Regen- und Grundwasser genährte Feuchtgebiet zu einem Zufluchtsort für die Vogelwelt, die man von mehreren Beobachtungshütten beobachten kann. Am Fuente de Piedra wechseln bebaute Felder mit einer aus salzverträglichen Pflanzen bestehenden Vegetation. Große Salinen wurden hier bereits von den Römern angelegt; seit den 1950er Jahren sind sie stillgelegt und sind heute von Menschenhand geschaffene wertvolle Habitate.

Die abgeernteten Felder in der Umgebung von Huétor Tajar und Moraleda östlich von Loja sind insbesondere für Zugvögeln eine ergiebige Nahrungsquelle und ein Platz zum Rasten. Zu den Arten die sich zwischen hochgewachsenem Unkraut und abgeerntetem Korn eine Mahlzeit suchen, gehören Kurzzehen-, Kalander-, Hauben- und Theklalerche, Wiedehopf, Steinschmätzer, Braunkehlchen, Brachpieper, Iberienraubwürger, Rotkopfwürger und Sandflughuhn. Gelegentlich sieht (oder hört) man einen Iberiengrünspecht, und auch Arten wie Zwergadler und Steinkauz kann man hier finden. Unter den Schmetterlingen kommen „begehrte“ Arten wie Desert Orange-tip (Anthocharis cethura), Großer Wanderbläuling und Postillon vor, und auch unter den Libellen fíndet man so manche „Spezialität“, wie Rahmstreif-Blaupfeil, Langer Blaupfeil, Violetter und Gefleckter Sonnenzeiger, Kleines Granatauge und Feuerlibelle.

Die Sierra Nevada erstreckt sich in westöstlicher Richtung entlang des Mittelmeers; teilweise reichen die steilen Abhänge bis unmittelbar an die Küste, so in der Gegend um Almería. Sie liegt im Zentrum der Betischen Kordillere, einem Gebirgszug, der sich von der Bucht von Cádiz über 600 km bis in die Gegend Valencia erstreckt. Seit 1999 sind über 800 km² im Herzen der Gebirgskette als Nationalpark Sierra Nevada geschützt. Der höchste Gipfel ist der 3482 m hohe Mulhacén (gleichzeitig die höchste Erhebung des spanischen Festlands). Es ist ein typisches Hochgebirge, dessen höhere Regionen zwischen November und Mai schneebedeckt sind. In einer weniger bekannten Gegend innerhalb des Parks liegt Puerto de la Ragua, ein ca. 2000 m hoher Gebirgspass und Erholungsort, von dem man nach Norden Blick auf das majestätische Marquesado-del-Zenete-Plateau und nach Süden bis hin zur Mittelmeerküste von Almeria und Cabo de Gata hat. Neben der Gebirgs-Vogelwelt, zu der Zitronenzeisig, Brillen- und Weißbart-Grasmücke, Heidelerche, Wendehals und Haubenmeise zählen, ist hier der Iberiensteinbock eine weitere Attraktion. Und auch die artenreiche Schmetterlingsfauna mit Kleinem Perlmuttfalter, Kardinal, Oriental Meadow Brown (Hyponephele lupin), Southern Brown Argus (Aricia cramera) und Ockerbindigem Samtfalter begeistert der Naturfreund.

 

Die ca. 280 km² umfassende Desierto de Tabernas liegt etwa 30 km nördlich der Provinzhauptstadt Almeria. Es ist die trockenste Gegend Europas. Nach klimatischen und vegetationskundlichen Kriterien muss die Tabernas als eine Halbwüste klassifiziert werden, denn obwohl sie von den feuchten Mittelmeerwinden durch die umgebenden Gebirgszüge abgeschirmt ist, erhält sie immerhin noch einen durchschnittlichen Jahresniederschlag um 240 mm („echte“ Wüste: unter 200 mm). Die durchschnittliche Maximaltemperatur im heißesten Monat (August) beträgt 34 °C.

Charakteristisches Landschaftsmerkmal sind von zahlreichen Erosionsrinnen zerfurchte Hügel mit ausgedehnten vegetationsarmen bis -freien Hängen (Badlands). Trotz dieses anscheinend lebensfeindlichen Milieus kommen hier zahlreiche seltene und bedrohte Tier- und Pflanzenarten vor, darunter einige Endemiten. In der Flora der Tabernas mischen sich mediterrane mit Wüstenarten. Strauchsavanne mit der Sonnenröschen-Art Helianthemum almeriense, sukkulenten Halbsträuchern der Gattungen Anabasis und Salsola, dem Dornstrauch Launaea lanifera und dem endemischen Halbstrauch Euzomodendron bourgaeanum findet sich auf stabilen Böden in ebenen Bereichen und an wenig geneigten Hängen. Auf den Hügelrücken kommen teilweise dichte Bestände des hochwüchsigen Halfagrases (Stipa tenacissima) vor. Dazwischen ist der Boden – typisch für aride Regionen – von verschiedenen Flechtenarten bedeckt.

Wegen ihrer landschaftlichen Ähnlichkeit mit den Wüsten Nordamerikas, Nordafrikas und Arabiens, diente die Tabernas-Wüste seit den 1950ern bis heute als Schauplatz zahlreicher Kino- und Fernsehfilme. Zu den bekanntesten Produktionen, die hier entstanden, gehören „Taxi nach Tobruk“, „Lawrence von Arabien“, „Patton“, „Kara Ben Nemsi Effendi“ und „Indiana Jones“, sowie zahlreiche “Spaghetti-Western“ wie „Spiel mir das Lied vom Tod“, „Vier Fäuste für ein Halleluja“, „Mein Name ist Nobody“ und „Vier für ein Ave Maria“.

Das Cabo de Gata (Kap des Achats) ist ein ca. 335 km² großer, im Südosten Andalusiens gelegener Naturpark, der sich vom Flughafen Almería über das eigentliche Kap hinweg bis in die Gegend des Hafen von Carboneras zieht. Die Küstenlinie am Cabo de Gata ist zerklüftet, das Hinterland ist bergig mit dem Pico de los Frailes  als höchste Erhebung (493 m) ist. Er besteht aus vulkanischem Gestein und auch an den Stränden erkennt man noch sehr gut Relikte von ins Meer geflossener Lava. Die vulkanische Aktivität fand in der Zeit des Tertiärs (vor ca. 2 bis 65 Millionen Jahren) statt, als sich die Betische Kordillere bildete. Minerale wie Achat, der dem Kap seinen Namen gab, Kupferkies, Alkalifeldspat, Gold und Jaspis gelangten durch den Vulkanismus in die oberen Regionen der Erdkruste.

Fuente de Piedra – Foto Mick Richardson

Tag für Tag - der Reiseverlauf

Bitte beachten Sie: Um ein optimales Naturerlebnis zu gewähren, können ggf. einzelne Programmpunkte durch solche ausgetauscht werden, die zum jeweiligen Zeitpunkt günstigere Beobachtungsbedingungen bieten. Flexibilität ist bei Naturexkursionen eine Notwendigkeit! Rechnen Sie damit, dass wir an den meisten Tagen von morgens bis abends „unterwegs“ sind, denn Fahrtzeiten sind keine Exkursionszeiten. Letztere richten sich nach der Beobachtungssituation. In Spanien wird zudem am Abend erst recht spät gegessen. Essenszeiten vor 20.00 Uhr sind nicht möglich auf dieser Reise (Wir organisieren das Abendessen so früh wie möglich).

1.Tag (Di, 9.9.2019): Ankunft in Malaga, Treffen mit der Gruppe und der deutschsprachigen Reisebegleitung spätestens am Abend im Hotel. Nutzen Sie den Tag ggf. für eine Stadtbesichtigung in eigener Regie („Tag zur freien Verfügung“). – Übernachtung: Mittelklasse­hotel in Malaga (kann erst ausgewählt und reserviert werden, wenn die Durchführung der Reise gesichert ist)

Die An-/Rückreise nach/von Malaga ist nicht Teil der TERRA-UNICA-Pauschalreise. Selbstverständlich werden Sie bei der Auswahl der Flugverbindung für die An-/Rückreise beraten. Lesen Sie dazu unbedingt die „Infos zur Anreise“ weiter unten und das Infoblatt „Fluganreise“.

2.Tag (Di, 10.9.2019): Am Morgen treffen wir unseren lokalen Guide und fahren wir Richtung Zapata am Rio Guadalhorce, einem bevorzugten Aufenthaltsort von Limikolen und verschiedenen Reiherarten, einschließlich Nachtreiher und Zwergdommel. Unter den Kleinvögeln sind Beutelmeise und Wellenastrild interessante Arten des Gebiets. Libellenfreunde können hier evtl. den ungewöhnlichen Gefleckten Wasserfallkreuzer (Zygonyx torridus) entdecken, eine an sich afrikanische Art, die in Europa nur an wenigen Lokalitäten der Mittelmeerküste vorkommt. Auch bei unserem nächsten Stopp am Rio Grande liegt der Schwerpunkt auf den hier vorkommenden Libellenarten, darunter Langer Blaupfeil (Orthetrum trinacria), Violetter Sonnenzeiger (Trithemis annulata), Weiße Federlibelle (Platycnemis latipes) und Nördlicher Treuer Kurzpfeil (Brachythemis impartita), alles Arten, die in Mitteleuropa nicht zu finden sind. In dem nördlich gelegenen Campillos-Gebiet halten wir anschließend Ausschau nach Gänsegeier, Habichtsadler, Blaumerle, Trauersteinschmätzer und weiteren Arten der etwas höheren Lagen. Außerdem geplant sind Stopps an einer nahegelegenen Futterstation für Geier, sowie – abhängig vom Wasserstand – an einigen der hier befindlichen Lagunen. Auch der letzte Beobachtungspunkt des Tages liegt in einem Feuchtgebiet: Fuente de Piedra beherbergt neben verschiedenen Reihern und Limikolen die größte Flamingokolonie der Iberischen Halbinsel.  Fahrtstrecke: ca. 150 km, 2 Std.; Übernachtung: Hotel Llano Piña, Loja; M/A

3.Tag (Mi, 11.9.2019): Erste Lokalität heute sind die Felder von Huétor Tajar, wo hoffentlich schon einige überwinternde Zwergtrappen eingetroffen sind. Weitere mögliche Arten sind Triel, Blauelster und Blaukehlchen. Auch an Schmetterlingen und Libellen ist die Gegend reich: u.a. kommen hier der seltene Desert Orange-tip (Anthocharis cethura), Großer Wanderbläuling (Lampides boeticus) und Postillon (Colias croceus) vor. Unter den Libellen sind besonders Rahmstreif-Blaupfeil (Orthetrum chrysostigma), Langer Blaupfeil (Orthetrum trinacria), Violetter Sonnenzeiger (Trithemis annulata), Feuerroter (Gefleckter) Sonnenzeiger (Trithemis kirbyi), Kleines Granatauge (Erythromma viridulum) und Feuerlibelle (Crocothemis erythraea) zu nennen. Beim nächsten Stopp in einem ebenfalls landwirtschaftlich genutzten Areal suchen wir nach Sandflughuhn, Steinkauz, Iberienraubwürger, Zwergadler, Wespenbussard und Schwarzmilan. Anschließend gibt es im Cacín Valley nochmal eine Chance auf den Desert Orange-tip (Anthocharis cethura). Weiter südwärts, wo das Tal eine Schlucht bildet, hoffen wir auf Habichtsadler, Felsenschwalbe, Alpenkrähe, Orpheusgrasmücke und Trauerschnäpper. Am Contra-embalse de Bermejalis, einem kleinen künstlichen See, der sich zu einem Vogelparadies entwickelt hat, erwarten wir Moorente und andere Wasservögel, sowie verschiedene Limikolen und Greife. Auch Waldvögel wie Fichtenkreuzschnabel, Gartenbaumläufer, Zaunammer und Kernbeißer können bei einem Spaziergang entlang des Rio Cacín gesichtet werden, neben verschiedenen Libellen- und Schmetterlingsarten, wie z.B. African Grass Blue (Zizeeria knysna). Letzter Halt vor Granada ist ein felsige Gebiet bei der kleinen Stadt Moraleda: ein guter Platz für Steinkauz und Uhu. – Fahrtstrecke: ca. 150 km, 3 Std.; Übernachtung: Hotel Maciá Monasterio de Los Basilios, Granada; F/M/A

4.Tag (Do, 12.9.2019): Wir fahren in die Sierra Nevada bis zu einer Höhe von ungefähr 2500 m, wo Arten des Berglands wie Zippammer, Steinsperling und Steinrötel zu Hause sind. Daneben erwarten wir auch verschiedene Schmetterlinge und farbenfrohe Wildblumen. Den Nachmittag verbringen wir in Granada, der geschichtsträchtigen Stadt am Fuße der Gebirgskette. Die Stadtbesichtigung ist optional („Zeit zur freien Verfügung“). Wer die Alhambra besuchen möchte, sollte wegen des großen Andrangs die Eintrittskarten bereits im Voraus online buchen. Lohnend ist auch ein Spaziergang im Albaicín, dem maurischen Viertel von Granada, von dem man ebenfalls einen guten Blick auf die Alhambra hat. Vielleicht verabreden wir uns zu einem gemeinsamen Rundgang? – Fahrtstrecke: ca. 100 km, 2 Std.; Übernachtung: Hotel Maciá Monasterio de Los Basilios, Granada; F/M/A

5.Tag (Fr, 13.9.2019) Wir brechen auf in Richtung Almeria an der Mittelmeerküste. Der erste Beobachtungsstopp des Tages ist das trockene offene Farmland in der Nähe von Guadix, wo wir nach Kalander-, Stummel- und Kurzzehenlerche, Bienenfresser, Rötelschwalbe Sandflughuhn ausschauen. Möglicherweise erspähen wir auch eine späte Racke. Bei Puerto del la Ragua, in einer weniger bekannten Gegend der Sierra Nevada, ist der seltene Zitronenzeisig unser Zielvogel; andere Arten sind Brillen- und Weißbart-Grasmücke, Heidelerche, Wendehals und Haubenmeise. Schmetterlingsfreunde freuen sich über: Kleiner Perlmuttfalter (Issoria lathonia; „Queen of Spain“), Kardinal (Argynnis pandora), Oriental Meadow Brown (Hyponephele lupin), Southern Brown Argus (Aricia cramera) und Ockerbindiger Samtfalter (Hipparchia semele). In dieser Gebirgsregion sehen wir vielleicht auch einen Iberiensteinbock. Die Weiterfahrt zur Desierto de Tabernas führt vorbei an dem Castillo de la Calahorra, einer eindrucksvollen maurischen Burg. Unser nächster Stopp in der einzigen Wüstenlandschaft Europas ist der Aufenthaltsort von Wüstengimpel, Theklalerche, Trauer- und Maurensteinschmätzer. – Fahrtstrecke: ca. 250 km, 4 Std.; Übernachtung: Hotel Blanca Brisa, Cabo de Gata; F/M/A

6.Tag (Sa, 14.9.2019):  Erstes Ziel am heutigen Tage ist Torre Garcia zwischen Almeria und Cabo de Gata, wo über dem Meer u.a. Cory- und Balearensturmtaucher, Korallenmöwe und Brandseeschwalbe zu sichten sind, während man in den felsigen Gegenden landeinwärts auf einen frühen Mornellregenpfeifer hoffen kann. Bei weiteren Stopps suchen wir nach Wüstengimpel, Trauersteinschmätzer, Blaumerle und Krähenscharbe und richten ein Augenmerk auf Wildblumen und Schmetterlinge. Aus verschiedenen Beobachtungsverstecken an den Salinen von Cabo de Gata beobachten wir Limikolen, Möwen (z.B. Dünnschnabel-, Korallenmöwe) und Seeschwalben (z. B. Zwerg-, Flussseeschwalbe). Selbstverständlich fahren wir hinaus zum Leuchtturm an der Spitze des Kaps. In den Dünen beschäftigen wir uns mit den nun im Herbst blühenden Pflanzen und achten auf Schmetterlinge und Libellen; die seltene Schabrackenlibelle (Hemianax ephippiger) tritt hier ab und zu auf. Ein ornithologisches Highlight wäre eine Stummellerche! Unser letzter Stopp ist Rambla de Morales, ein küstennahes Gewässer, wo man gewöhnlich Weißkopf-Ruderente, Schwarzhalstaucher sowie viele andere Wasservögel finden kann. In den Tamarisken entlang des Ufers rasten oft viele Kleinvögel. – Fahrtstrecke: ca. 70 km, 1 ½ Std.; Übernachtung: Hotel Blanca Brisa, Cabo de Gata; F/M/A

7.Tag (Fr, 15.9.2019): Der Verlauf des letzten Tages ist abhängig von den Abflugszeiten der einzelnen Teilnehmer. Der Rückflug von Malaga sollte am (späteren) Nachmittag erfolgen. Vielleicht haben wir noch Zeit für zwei kurze Beobachtungsstopps im Punta Entinas-sabinar Reservat in Roquetas del Mar und in Cerro Gordo bei Nerja, um u.a. nach Kaffernsegler Ausschau zu halten. – Fahrtstrecke: ca. 250 km, 2 ½ Std., F

Tipp: Übernachten Sie noch in Malaga und fliegen Sie am nächsten Tag entspannt nach Hause. Oder hängen Sie ein paar (Strand-)tage in der Region an.

Zwergtrappe – Foto Mick Richardson

Wichtige Daten zu Ihrer Reise

Reisecode: E-AND_eL19

Reisetermin:  09.09. bis 15.09.2019 + ggf. Tage für An- und Rückreise

Reisepreis:  Ab/bis Malaga pro Person im Doppelzimmer 1650,- €Einzelzimmerzuschlag 140,- €
Information über ungefähre Flugpreise finden Sie unter „Infos zur Anreise“.

Kombi-Möglichkeit mit: „Doñana und Vogelzug an der Straße von Gibraltar“

Teilnehmer, die die beiden Reisen kombinieren, bekommen eine Gutschrift in Höhe der Übernachtungskosten in Malaga, da sich dieser Tag bei den Touren „überlappt“.

Teilnehmerzahl: 6 Teilnehmer + 1 deutschsprachige TERRA-UNICA- Reisebegleitung (ein 9-Sitzer-Minibus); [7-8 Teilnehmer nicht möglich, wegen ungünstiger Auslastung der Fahrzeuge]; 9 – 12 Teilnehmer + 1 deutschsprachige TERRA-UNICA- Reisebegleitung (zwei 9-Sitzer-Minibusse)

Anmeldeschluss:  01.05.2019
Wenn Sie diese Reise in Kombination mit „Doñana und Vogelzug an der Straße von Gibraltar“ buchen, beachten Sie den Anmeldeschluss für diese Reise am 01.02.2019.

Absagevorbehalt: Wird die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, kann TERRA UNICA die Reise – bis spätestens am 30.Tag vor Reisebeginn – absagen. (Die Absage erfolgt normalerweise schon dann, wenn bei Überschreiten des Anmeldeschlusses die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wurde. Allerdings kann dieser Termin nach hinten verschoben werden, wenn nur noch wenige Teilnehmer fehlen und/oder noch Vormerkungen auf die Reise vorliegen.)

Bitte wichtige Hinweise beachten!

 

Die Reise beginnt in Sevilla und endet in Malaga.

Die An- und Rückreise erfolgt individuell, ist nicht im Reisepreis eingeschlossen und nicht Teil der TERRA-UNICA-Pauschalreise. Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl der Flugverbindungen und stellen – auf Wunsch – den Kontakt zu einer entsprechenden Agentur her; Genaueres dazu im „Infoblatt Fluganreise“.

Bei Flugverbindungen von Deutschland nach Spanien gibt es eine vielfältige Auswahl von Billigflügen unter 100,- € bis zu „normalen“ Linienflügen. Rechnen Sie mit ca. 300,-  für hin- und zurück, was aber je nach Buchungszeitpunkt und Airline auch viel günstiger sein kann, aber auch nach oben abweichen.

Normalerweise werden alle Gäste am Flughafen abgeholt, wenn das organisatorisch zu den von Ihnen gewählten Anreisezeiten möglich ist. Es können ggf. noch Kosten für den Transfer zum Hotel anfallen. Alles wird vor der Reise genau abgesprochen.

 

Alle Angaben ohne Gewähr!

Buchen Sie noch keine Tickets, bevor die Durchführung der Reise gesichert ist und Sie Informationen zum Treffen am Zielort erhalten haben!!!!!!!

Bitte wichtige Hinweise beachten!

Personalausweis (EU-Land); keine Impfungen vorgeschrieben

(Ausführlichere Infos erhalten Sie mit Ihren Buchungsunterlagen)

Die Reise ist für vielseitig an der Natur interessierte Reisende konzipiert. Sie bietet ornithologisch viel (Vogelzugzeit) und ist ggf. eine gute Ergänzung zur vorher stattfindenden Tour „Doñana und Vogelzug an der Straße von Gibraltar“. Ansonsten beschäftigen wir uns viel mit Schmetterlingen, Libellen und der Botanik – und genießen die z.T. außergewöhnlichen Landschaften. Sie sollten Spaß an der Bestimmung von Tier- und Pflanzenarten haben und auch an der Suche nach Raritäten.

Die Reise erfordert keine besondere körperliche Fitness. Sie sollten allerdings in der Lage sein, Naturexkursionen (langsames Gehtempo mit vielen Beobachtungsstopps, keine langen Wanderungen) auch in unwegsamem Gelände (Wanderschuhe!) zu unternehmen. Es muss ggf. auch schon einmal eine kleine Steigung überwunden werden.

Die Reise ist nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet.

In der ersten Septemberhälfte kann es noch recht warm bis „heiß“ sein (bis an die 30oC), vornehmlich in den wüstenähnlichen Gebieten. Es weht manchmal ein kräftiger Wind. In den Bergen (Sierra Nevada) ist es naturgemäß kühler. Regen ist kaum zu erwarten, aber auch nicht ganz auszuschließen.

Lokaler englischsprachiger Naturführer: Mick Richardson + Ulrike Wizisk von TERRA UNICA (deutsche Reisebegleitung = „Gruppenleitung“).  

Eine Reiseleitung/-begleitung durch eine bestimmte Person ist nicht garantiert. Bitte unbedingt wichtige Hinweise zur Reiseleitung beachten!

Die Unterkünfte dieser Reise:

Hotel in Malaga (kann erst reserviert werden, wenn die Durchführung der Reise gesichert ist)

Hotel Llano Piña (Loja) http://www.llanopina.com/

Hotel Maciá Monasterio de Los Basilios (Granada) https://www.maciamonasterio.com/

Hotel Maciá Monasterio de Los Basilios (Granada) https://www.maciamonasterio.com/

Entsprechend Ihres gebuchten Fluges ist ggf. noch eine Übernachtung in Malaga notwendig (exklusiv).


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Bitte unbedingt wichtige Hinweise zu Unterkünften beachten!

Reiseleitung/-begleitung wie beschrieben (Bei der Nutzung von zwei Fahrzeugen kann nicht auf beiden Fahrzeugen eine deutschsprachige Begleitung anwesend sein) 

Fahrten und Transfers wie im Reiseverlauf beschrieben; je nach Gruppengröße ein oder zwei 9-Sitzer Minibusse

Unterkünfte wie angegeben

Mahlzeiten wie angegeben (F = Frühstück, M = Mittagessen, A = Abendessen), vorausichtlich oft Picknick

Exkursionen wie beschrieben (außer optionale Aktivitäten)

Eintrittspreise und Gebühren (außer für optionale Aktivitäten)

TERRA-UNICA-REISELEITFADEN mit Tipps und Infos zur Reise

Checkliste zum Eintragen der beobachteten Tierarten

 

Alle Preisangaben für nicht von TERRA UNICA angebotene Leistungen ohne Gewähr

An-/Rückreise nach/von Malaga  („Infos zur Anreise“ und das Infoblatt „Fluganreise“ lesen!)

Getränke und ggf. zusätzliche Mahlzeiten

Trinkgelder sind natürlich freiwillig (vielleicht ca. 3-5 € pro Tag/Person z.B. für den Führer, dazu kleinere Trinkgelder in den Hotels)

Kosten für optionale Aktivitäten, also solche, die nicht Teil des beschriebenen Reiseprogramms sind bzw. dort mit „optional“ gekennzeichnet sind

ggf. Foto- und Videogebühren

ggf. zusätzliche Hotelübernachtungen und Transferfahrten während der An- und Abreise (abhängig der von Ihnen gewählten Reiseroute) 

Auslandskranken­versicherung mit Rückholoption und Reiserücktrittversicherung, wie z.B. bei Travelsecure günstig über die TERRA-UNICA-Internetseite abzuschließen

Reiseversicherungen Infos zu Versicherungen unbedingt lesen

 

 

Die im Tourverlauf genannten Tierarten sollen Ihnen einen Eindruck von den Beobachtungsmöglichkeiten geben. Es gibt in der Regel noch viel mehr zu sehen. Andererseits kann TERRA UNICA natürlich keine Garantie geben, dass Sie die beschriebenen Arten auch wirklich alle finden werden.

 

Spanien ist im ganzen ein ziemlich sicheres Reiseland. Allerdings ist das Risiko von Taschendiebstahl und anderer (Klein-)Kriminalität in den touristisch frequentieren Gegenden relativ hoch, weshalb man gut auf seine Wertsachen aufpassen sollte.

Das terroristische Anschlagsrisiko entspricht anderen europäischen Ländern. 

Weitere Informationen erhalten Sie mit Ihren Buchungsunterlagen und unter www.auswaertiges-amt.de.

 

Lesen Sie auch unbedingt auch die wichtigen Hinweise zu allen TERRA-UNICA-Reisen!

Ein Abschluss einer Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption und einer Reiserücktrittsversicherung ist dringend anzuraten!!

TERRA UNICA vermittelt diese Versicherungen über Travelsecure (Würzburger Versicherungs-AG) – günstig online abzuschließen – Button links anklicken, dann gelangen Sie direkt zum Tarifrechner.

Wenn Sie nicht selbst im Internet buchen können, ist TERRA UNICA gerne behilflich.