Spanien: Valencia-Region - "Dem Frühling entgegen"

 Kirschblüte im Vall de Gallinera – Foto Pau Lucio


Reise-Code: E-Val20

Reisethema: Erlebte Landschaft (Gruppenpauschalreise)

  

20.03.08. – 31.03.2020 (12 Tage) + ggf. Tage für An- und Abreise

ab 2150,- €

♦ Berglandschaften mit teils schroffen Felsen ♦ Küstenhabitate mit teils salzigen Lagunen ♦ Steppen ♦ Wald- und Buschland ♦ seltene und auch endemische Pflanzenarten in extremen Lebensräume ♦ Endemiten ♦ viele Schmetterlingsarten ♦ Vogelbeobachtung (Vogelzug) ♦ kulturelle Sehenswürdigkeiten


Die autonome Gemeinschaft Valencia liegt im Südosten Spaniens im Gebiet der Mündung des Flusses Turia in das Mittelmeer. Die gleichnamige Hauptstadt ist – nach Madrid und Barcelona – mit ca. 800 000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Spaniens. Doch obwohl auch das Umland recht dicht besiedelt ist, ist es ein ideales Exkursionsgebiet für Naturfreunde mit interessanten Landschaften und einer artenreichen Flora und Fauna. Gerade im zeitigen Frühjahr, wenn es in Mitteleuropa oft noch kühl und „ungemütlich“ ist, kann man hier im mediterranen Klima schon blühende Blumen und eine aktive Insektenwelt mit vielen seltenen Schmetterlingen erleben. Andererseits ist der Vogelzug ist zur Reisezeit noch im Gang, so dass auch ornithologisch interessierte Gäste auf ihre Kosten kommen. Sowieso ist die Avifauna artenreich mit vielen „begehrten“ Spezies, wie Purpurhuhn, Kammblässhuhn, Weißkopfruderente u.v.m.

Wir besuchen Bergländer mit schroffen Felswänden, Küstenhabitate mit teilweise salzhaltigen Lagunen, Steppen, Wald und Buschland – und das auf engem Raum von nur einer Unterkunft aus. Nur für die An- und Abreise übernachten wir in der Stadt Valencia, was Ihnen die Gelegenheit zu Besichtigungen auf eigene Faust (vielleicht auch als Gruppentour) gibt. Das historische Zentrum der Stadt, die im zweiten Jahrhundert B.C. als römische Kolonie gegründet wurde, lockt zu einem Rundgang durch die Geschichte. Im Kontrast dazu lohnt auch ein Besuch des Wissenschaft- und Kulturzentrums mit seiner futuristisch anmutenden Architektur.

 

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Alle Fotos Pau Lucio

Serra Morena – Foto Pau Lucio

Wohin wir fahren - die Hauptreiseziele

Der ca. 300 km südlich von Valencia gelegene Naturpark El Fondo umschließt mehrere Lagunen, die von den Flüssen Vinalopó and Segura gespeist werden. Der knapp 25 km² große Park gilt als Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung nach der RAMSAR- und EU-Konvention. El Fondo und die nahegelegenen Salzpfannen von Santa Pola waren Teil der „Albufera von Elche“ (Albufera=Lagune), welche im 17. Jahrhundert teils durch natürliche Sedimentation, teils durch Aufschüttung zur Gewinnung von Ackerland aufgefüllt wurde, während die beiden größten Lagunen mit einer Fläche von ca. 7 km² bzw. 5 km² zur Bewässerung der Felder aufgestaut wurden. Aufgrund von Wassertiefe und Salzgehalt kann man im Naturpark grob zwei Habitate unterscheiden: Die weniger salzhaltigen Reservoirs weisen eine starke Eutrophierung auf (hoher Phosphor- und Nitrateintrag durch die intensive Landwirtschaft in der Umgebung). Sie sind dadurch ziemlich artenarm, teilweise aber von Ried und Binsen gesäumt. Die Salzmarschen sind dagegen biologisch vielfältiger und ein interessantes Exkursionsgebiet mit typischen Pflanzen für saline Bedingungen wie Strandflieder, Shrubby Seablight (Suaeda fruticosa) und Queller. In den Lagunen leben u.a. Aale, Meeräschen, Süßwasser-Garnele und der an der spanischen Mittelmeerküste endemische Spanienkärpfling. Die vielfältige Vogelwelt umfasst so interessante Arten wie Weißkopf-Ruderente und Marmelente, Purpur-, Nacht- und Rallenreiher. Auch Säbelschnäbler, Stelzenläufer, Rotflügel-Brachschwalbe, Beutelmeise und Mariskenrohrsänger werden regelmäßig hier gesichtet. Bei den Greifen sind Fischadler, Rohrweihe und – im Winter – Schelladler besonders erwähnenswert.

Der 170 km² große Naturpark Serra Mariola wurde 2002 gegründet. Er liegt im Westen der Provinz Valencia und umfasst den größten Teil einer Bergkette, die zu den östlichsten Ausläufern der Betischen Kordillere gehört, die sich von der Bucht von Cádiz über 600 km bis in die Gegend Valencia erstreckt. Die höchste Erhebung der Serra Mariola ist der 1389 m hohe Montcabrer. Die hauptsächlich aus Kalkstein bestehenden Berge zeichnen sich besonders durch ihre vielfältige Vegetation aus. An ihren Hängen und Tälern wachsen z.B. mehr als 200 aromatische Kräuter und Heilpflanzen. Ansonsten gibt es ausgedehnte Pinienbestände und vereinzelte Laubwälder mit Eschen, Ahorn und Eichen. Teilweise ist es eine „liebliche“, hügelige Landschaft mit blühenden Wiesen und offenem Buschland. Andererseits gibt es schroffe Felswände und tief eingeschnittene Täler mit pittoresken Wasserfällen.

Der nahe der Mittelmeerküste zwischen Alicante und Valencia gelegene Naturpark Marjal Pego-Oliva umfasst neben Strandünen ein Mosaik von Feuchtgebieten (Ried, Binsen, offene Wasserflächen), die von unterirdischen Zuflüssen sowie den Wasserläufen Gallinera und Molinell gespeist werden. Dazu kommen Reisfelder, die nur extensiv genutzt werden und somit ebenfalls wertvolle Habitate sind, vor allem in Zeiten, wenn im Sommer die meisten anderen Gebiete trockenfallen.

Das Gebiet ist teilweise durch Plankenwege erschlossen und bietet so ideale Beobachtungsbedingungen. Man kann hier viele Reiher- und Entenarten erwarten, darunter Kuh- und Rallenreiher, Zwergdommel und die seltene Marmelente, die alle hier brüten. Weitere Besonderheiten unter den Brutvögeln sind Purpurhuhn, Stelzenläufer, Rotflügelbrachschwalbe (selten), Weißbart-Seeschwalbe, Schafstelze (iberische Unterart), Rotkopfwürger, diverse Rohrsänger (z.B. Marisken-), Rohrschwirl und Seidensänger. Zudem dienen die Gewässer als Rast- und Überwinterungsgebiet für zahlreiche Zugvögel mit ganzen Scharen von Kleinvögeln. Zu dieser Zeit kann man viele Greife und Falken beobachten. Unter den eher gewöhnlichen Arten wie Rohrweihe, Bussard und Turmfalke, mischen sich auch ab und an Zwergadler, Wanderfalke und Merlin.

Doch es gibt nicht nur Vögel in diesem Schutzgebiet. Wildschweine sieht man eher im Winter. Wenn es dann wieder wärmer wird werden wechselwarmen Tiere wieder aktiv, wie Ringel- und Vipernatter. Seltener sieht man eine Hufeisennatter. Die Maurische Landschildkröte und die Kaspische Bachschildkröte gehören zu den relativ häufig anzutreffenen Vertretern der Reptilienwelt.

Die L’Albufera de València liegt im gleichnamigen Naturpark nur 11 km südlich von Valencia und ist ein weiteres RAMSAR-Reservat. Es umschließt eine Lagune und Ästuar (Flussmündung) von ca. 210 km² am Golf von Valencia, die den Kern des Parks bilden. Ursprünglich eine Salzwasserlagune, wurden die Wässer – ähnlich der Lagunen von El Fondo – durch fortschreitende Verlandung und menschlichen Einfluss zunehmend brackischer, sodass bereits im 17. Jahrhundert eine Süßwasserlagune entstand. Das Reservat weist eine hohe Biodiversität auf. Wie El Fondo steht auch L’Albufera de València auf der Liste der RAMSAR und EU-geschützten Feuchtgebiete und umfasst Dünen, Sandbänke, Marschflächen, offene Gewässer und Reisfelder. Bei Exkursionen hierhin trifft man neben vielen Möwen, Seeschwalben und Enten regelmäßig auf eher seltene Arten, wie Purpurhuhn, Kammblässhuhn, Balearensturmtaucher, Rotflügel-Brachschwalbe und Zwergadler. Sogar Raritäten wie Blauflügelente, Graubrust­strandläufer, Sumpf­läufer und Halsbandschnäpper wurden hier schon gesichtet.

Das Kap San Antonia ist Teil des Schutzgebietes Parque Natural del Montgó. Der Montgó erhebt sich 753 m abrupt über dem Meer und der flachen Umgebung. Er gehört geologisch zu Betischen Kordillere und besteht überwiegend aus Kalkgesteinen der Kreidezeit, die nur spärlich von Vegetation bedeckt sind – vornehmlich niedriges Buschwerk mit vielen kahlen Felsen. Innerhalb der Parks gibt es vier botanische Mikroreservate (nach Natura-2000-Richtlinie), in denen vorrangig zwei Pflanzen­gesellschaften vorkommen: Chritmo-Helichrysetum decumbentis bewächst die unteren Bereiche von Steilhängen am Meer und ist charakterisiert durch salztolerante Arten. Die Gesellschaft Hippocrepido-Scabiosetum saxatilis wächst abseits vom Salzwassereinfluss auf steilen Felsen und besteht vornehmlich aus Pflanzen, die in Gesteinspalten wurzeln. Beide Gesellschaften umfassen einige Endemiten, darunter der Hufeisenklee Hippocrepis valentina, der nur im Umkreis von 50 km um das Kap vorkommt. Die Unterwasserwelt zu Füßen des Kaps wurde 1993 zum Meeresreservat erklärt.

Der Überblick über die Exkursionsgebiete („Hauptreiseziele“) soll einen Eindruck von den Naturräumen geben, die wir bereisen. Wir werden natürlich nicht alles sehen und auch nicht immer alle Habitate in den jeweiligen Gebieten besuchen können. Genaueres steht im weiter unten aufgeführten Reiseverlauf, in dem auch zusätzliche („kleinere“) Lokalitäten beschrieben sind.

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Kap San Antonio – Foto Pau Lucio

Tag für Tag - der Reiseverlauf

1.Tag (Fr, 20.03.2020): Die An-/Rückreise nach/von Valencia ist nicht Teil der TERRA-UNICA-Pauschalreise. Selbstverständlich werden Sie bei der Auswahl der Flugverbindung beraten und wir stellen auf Wunsch einen Kontakt zu einer Agentur her, bei der Sie die Flüge buchen können. Lesen Sie dazu unbedingt die „Infos zur Anreise“ weiter unten und das Infoblatt „Fluganreise“. Ihre Ankunft in Valencia kann im Laufe des ganzen Tages erfolgen. Nach Absprache organisieren wir den Transfer zum Hotel. Der Tag steht zur freien Verfügung. Abhängig von den Ankunftszeiten der Gäste ist z.B. eine Stadtrundfahrt mit dem Hop-on-Hop-off-Bus eigene Faust (ggf. auch als Gruppe) möglich (optional, Kosten exklusive). – Übernachtung in Valencia; Hotel kann erst ausgesucht und reserviert werden, wenn die Reisedurchführung garantiert ist, Mittelklasse; keine Mahlzeiten eingeschlossen

2.Tag (Fr, 21.03.2020): Spätestens zum Frühstück trifft sich nun die Gruppe mit der Reiseleitung. Erstes Exkursionsziel ist L’Albarda südlich von Gandia. Dieser 50 000 m2 große Botanische Garten umfasst ca. 700 Pflanzenarten des Mittelmeerraums. Neben künstlerisch gestalteten Pflanzenarrangements gibt es auch Obstgärten und natürlichen Biotopen nachempfundene Anlangen. So lernen wir heute schon – auf bequeme Art und Weise – viel über die heimische Flora, die uns während der nächsten Tage begleiten wird. Anschließend begeben wir uns zu unserem Hotel in Gandia, wo wir während der nächsten zwei Wochen wohnen werden. –  Fahrtstrecke: ca. 150 km; ca. 2 Std; Hotel Gijon; F/M/A

3.Tag (So, 22.03.2020): Die Steppengebiete bei Villena zwischen Alicante and Murcia sind unser heutiges Exkursionsgebiet. Hier suchen wir u.a. nach Sand- und Spießflughuhn, während das alte Farmland der Umgebung z.B. Steinkauz, Stummel- und Kurzzehenlerche und Rötelfalke und Greife aufzubieten hat. Als kulturelle Einlage besuchen wir anschließend die Burg Atalaya in Villena, die seinerzeit einer der nördlichsten Grenzposten des islamischen Emirats Iberien bildete. – Fahrtstrecke: ca. 250 km; ca.3 Std; Hotel Gijon; F/M/A

4. Tag (Mo, 23.03.2020): Am Vormittag besuchen wir einige verlassene Mandelplantagen in der Nähe von Xábia, wo zur Reisezeit  verschiedene Orchideen zu finden sind, darunter Schnepfen-Ragwurz, Riesenknabenkraut (Barlia robertiana), Spiegel-Ragwurz, Brauner Ragwurz, sowie Ophrys x pielteri (Hybrid zwischen Schnepfen-Ragwurz x Wespen-R.) und die erstmalig aus der Gegend von Alicante beschriebene Ophrys lucentina. Das Felsen-Kreuzblümchen (Polygala rupestris) und Viola arborescens (westmediterrane Veilchenart) kommen ebenfalls in dem Gebiet vor. Den Rest des Tages verbringen wir am Kap San Antonio, einem etwa 150 m hohen Kliff an der Mittelmeerküste. Hier suchen wir nach einigen botanischen Raritäten, wie z.B. einer endemischen Hufeisenkleeart. Außerdem halten wir Ausschau u.a. nach Fichtenkreuzschnabel, Blaumerle, Trauersteinschmätzer und Wanderfalke, um nur einige der hier möglichen Arten zu nennen. – Fahrtstrecke: ca. 150 km; 2½ Std; Hotel Gijon; F/M/A

5. Tag (Di. 24.03.2020): Die Schlucht des Monnegre-Flusses – unser erstes Ziel heute – ist eine unwirklich anmutende, teils vegetationslose „Mondlandschaft“ aus Tonsteinen, Mergeln, Sandsteinen und Konglomeraten der Kreide- und Triaszeit. Teilweise sind die Sedimente kräftig rot gefärbt. Trotz der anscheinend ziemlich lebensfeindlichen Verhältnisse können wir hier auf interessante Vogelarten hoffen: Trauersteinschmätzer, Zippammer, Hausrotschwanz, Blaumerle und Felsenschwalbe mögen solche kargen Lebensräume. Auf pittoresken Wanderwegen erkunden wir diese Landschaft, und halten dabei auch Ausschau nach Rötelschwalbe, Wanderfalke, Kolkrabe, Alpenkrähe und Gänsegeier. Auch eine reiche Schmetterlingsfauna erwartet uns, darunter Postillon, Gelber Aurorafalter, Großer und Kleiner Wanderbläuling, Spanish Gatekeeper (Pyronia bathseba, ein Augenfalter) und Western Dappled White (Euchloe crameri, ein Weißling). Am Nachmittag besuchen wir das kleine, aber vielfältige Reservat Clot de Galvany. Es liegt in der Zone der Küstendünen unweit des Mittelmeerstrandes. Hier findet man offenes Grasland mit Strandflieder und Buschland, aber auch Salzmarschen und einige offene Salzlagunen mit Tamarisken im Uferbereich. In der Umgebung gibt es Weideland und Olivenhaine. Zu den ornithologischen Höhepunkten zählen hier sicherlich Weißkopfruderenten und Moorenten, die wii auf dem offenen Wasser beobachten können. Auch der Iberien-Raubwürger steht auf unserer Wunschliste. – Fahrtstrecke: ca. 290 km; ca. 3½ Std; Hotel Gijon; F/M/A

6.Tag (Mi, 25.03.2020): Die Steppengebiete bei Albacete, in denen noch heute traditionelle Landwirtschaft betrieben wird, gelten als ein Paradies für Ornithologen. Hier suchen wir u.a. nach Flughühnern, Steinkauz, Groß- und Zwergtrappe, Stummel-, Kalander- und Theklalerche, Grauammer, Steinsperling. An den nur saisonalen Lagunen findet man attraktive Arten wie Weißkopf-Ruderente, Schwarzhalstaucher, Kolbenente und verschiedene Limikolen. Erstaunliche Farbkontraste sorgen dafür, dass auch Landschaftsfoto-grafen auf ihre Kosten kommen. Fahrtstrecke: ca. 260 km; ca. 3½ Std Std; Hotel Gijon; F/M/A

7.Tag. (Do, 26.03.2020): Heute unternehmen wir einige Exkursionen in der näheren Umgebung unserer Unterkunft (Vall d‘Ebo und Vall de Gallinera). Neben verschiedenen Orchideen (Orchis olbiensis, Ophrys dyris, Gelbe Ragwurz und Italienisches Knabenkraut) sind heute vor allem Schmetterlinge in unserem Fokus: Provençal hairstreak (Tomares ballus, ein Bläuling), Bath White (Pontia daplidice, ein Weißling), Postillon und Spanischer Osterluzeifalter stehen auf unserer Wunschliste – Fahrtstrecke: nur wenige Kilometer; Hotel Gijon; F/M/A.

8. Tag (Fr, 27.03.2020): Auch der Pego-Marsch-Naturpark liegt nur wenige Minuten von unserer Unterkunft entfernt. Mehrere kleine Feuchtgebiete dienen Zugvögeln als Rastplatz entlang der Mittelmeerküste. Von Mitte Februar bis Juni findet hier ein intensives Beringungsprogramm statt mit dem Ziel den Einfluss des Klimawandels auf die einheimische Vogelwelt sowie auf den Vogelzug zu ergründen. „Wichtige“ Zielarten heute sind heute Mariskenrohrsänger, Rohrammer, Beutelmeise, Blaukehlchen und Seidensänger. Zugvögel, die wir auf einer kleinen Wanderung durch den Naturpark zu sehen bekommen können, sind Rauchschwalbe, Mehlschwalbe, Fahl- und Alpensegler, Strandläufer und Stelzen. Am späten Nachmittag erwarten wir im Hafen von Gandia die Rückkehr der Fischerboote, die stets von Schwärmen von Sturmtauchern und Möwen auf der Suche nach Abfällen begleitet werden. – Fahrtstrecke: nur wenige Kilometer; Hotel Gijon; F/M/A.

9.Tag (Sa, 28.03.2020): Heute brechen wir sehr frühzeitig auf zum Naturpark El Fondo, einem privaten Naturreservat mit eingeschränkten Öffnungszeiten. An seinen Lagunen leben mehr als 70 Brutpaare von Weißkopf-Ruderenten. Wie hoffen auch auf Kammblässhuhn und Marmelente. Am Nachmittag besuchen wir die Salzpfannen von Santa Pola, eine gute “Adresse” für Dünnschnabel-, Korallen- und Schwarzkopfmöwe. Vielleicht sehen wir auch noch Fischadler, Löffler, Silberreiher, sowie überwinternde Limikolen wie Schnepfen, Säbelschnäbler, Wasserläufer, Rotschenkel und Regenpfeifer. Eine weitere Attraktion ist eine ganzjährig anwesende, eindrucksvolle Population von Rosaflamingos. – Fahrtstrecke: ca. 300 km, ca. 3½ Std.; Hotel Gijon; F/M/A.

10.Tag (So, 29.03.2020): In den Schluchten und an den Abhängen Sierra Mariola werden oft Gänsegeier und Iberiensteinbock gesichtet. Auch der Habichtsadler zeigt sich ab und an. Wir besuchen verschiedene Gebiete auf der Suche nach heimischen und überwinternden Arten wie Kernbeißer, Ringdrossel, Erlenzeisig und Haubenmeise, sowie dem hier brütenden Iberiengrünspecht. Wir beenden den Tag mit einem Spaziergang durch das malerische Dorf Bocairent. – Fahrtstrecke: ca. 300 km, ca. 3 Std.; Hotel Gijon; F/M/A.

11. Tag (Mo, 30.03.2020): Die Albufera de Valencia ist mit ihren 140 km² an Reisfeldern das drittgrößte Feuchtgebiet Spaniens. Während der Jagdsaison von Oktober bis Mitte Februar wird das Gebiet geflutet, danach trocknen die Felder nach und nach aus, um im Mai bepflanzt zu werden. Zur Reisezeit Ende März ist das Wasser bereits weitgehend gefallen, so dass die verbleibenden seichten Wasserflächen oft von wahren Vogelscharen bevölkert sind; unter ihnen Rosaflamingo, Pfuhlschnepfe, Sichler, Kampfläufer und Goldregenpfeifer. Beim Mittagessen in einem lokalen Restaurant haben wir Gelegenheit zwei echte Valencia-Spezialitäten zu probieren, Paella und Fideuà (Meeresfrüchte mit Pasta). – Übernachtung: Valencia (vgl. 1.Tag); Fahrtstrecke: ca. 90 km, 2 Std.; F/M/A

12. Tag (Di, 31.03.2020): AbreiseMit dem Frühstück im Hotel endet der Service von TERRA UNICA. Selbstverständlich sind wir bei der Organisation des Transfers zum Flughafen behilflich.– F

TIPP: Hängen Sie noch ein paar Tage in Valencia an die Reise oder verlängern Sie mit einem Strandurlaub (in eigener Regie).

Bitte beachten Sie, dass die im Reiseverlauf aufgeführten Fahrtstrecken und -zeiten nur ungefähre Angaben sind. Die Fahrzeiten verstehen sich OHNE Beobachtungsstopps, die situationsbedingt unterschiedlich lang ausfallen können. Um ein optimales Naturerlebnis zu gewähren, können zudem einzelne Programmpunkte ausgetauscht werden, wenn sich zum jeweiligen Zeitpunkt an anderen Lokalitäten günstigere Beobachtungsbedingungen ergeben. Gelegentlich fahren wir dazu „Umwege“. Flexibilität ist bei Naturexkursionen eine Notwendigkeit! Rechnen Sie damit, dass wir an den meisten Tagen von morgens bis zum späteren Nachmittag / frühen Abend „unterwegs“ sind, manchmal auch etwas länger, je nach Beobachtungssituation. Fahrtzeiten sind keine Exkursionszeiten! Aus logistischen oder witterungsbedingten Gründen kann sich die Reihenfolge der besuchten Lokalitäten ändern. Beachten sich auch, dass es bei den Exkursionen nicht um sportliches Wandern geht (kein „Strecke machen“), sondern um Naturexkursionen mit geringem Gehtempo und vielen, auch längeren Beobachtungs- und Fotostopps. [mehr dazu unter Anforderungen weiter unten!] Die meisten Touren belaufen sich auf nur wenige Kilometer, weshalb für diese keine genauen Entfernungsangaben gemacht werden.

[Mehr da im Abschnitt „Anforderungen“ unter Daten zu dieser Reise]

 

Ein Abschluss einer Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption und einer Reiserücktrittsversicherung ist dringend anzuraten!!

TERRA UNICA vermittelt diese Versicherungen über Travelsecure (Würzburger Versicherungs-AG). Sie können diese sehr einfach online abzuschließen. [Lesen Sie dazu auch in der TERRA-UNICA-Datenschutzerklärung.]

Klicken Sie links auf das Bild, dann gelangen Sie direkt zum Tarifrechner.

 

Daten zu dieser Reise

Reisecode: E-Val20

Reisetermin:  20.03. – 31.03.2020 + ggf. Tag für eine individuelle Verlängerung

Reisepreis: 
ab/bis Valencia pro Person
im Doppelzimmer 2150,- €
Einzelzimmerzuschlag 320,- €

Teilnehmerzahl:
genau 6 Teilnehmer (1 Fahrzeug – Minibus)
[7 und 8 Teilnehmer nicht möglich wegen ungünstiger Fahrzeugauslastung]
9 – 12 Teilnehmer (2 Fahrzeuge – Minibus + Auto bzw. 2x Minibus)

Anmeldeschluss:  16.12.2019  Bitte buchen Sie nach Möglichkeit früher oder lassen Sie sich unverbindlich vormerken

Absagevorbehalt: Wird die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, kann TERRA UNICA die Reise – bis spätestens am 30.Tag vor Reisebeginn – absagen. (Die Absage erfolgt normalerweise schon dann, wenn bei Überschreiten des Anmeldeschlusses die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wurde. Allerdings kann dieser Termin nach hinten verschoben werden, wenn nur noch wenige Teilnehmer fehlen und/oder noch Vormerkungen auf die Reise vorliegen.)

Bitte wichtige Hinweise beachten!

Die An- und Rückreise nach/von Valencia erfolgt individuell, ist nicht im Reisepreis eingeschlossen und nicht Teil der TERRA-UNICA-Pauschalreise. Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl der Flugverbindungen und stellen – auf Wunsch ­– den Kontakt zu einer entsprechenden Agentur her; Genaueres dazu im „Infoblatt Fluganreise“.

Flugverbindungen nach Valencia gibt es von vielen Flughäfen Deutschlands (auch A, CH usw.), oft für ca. 200 bis 250 EURO; vielleicht auch noch günstiger („Billigfluggesellschaften“). Da die Ferienregion an der spanischen Mittelmeerküste fast das ganze Jahr Saison hat, sind aber die günstigen Tickets of lange im Voraus vergeben.

Buchen Sie noch keine Tickets, bevor die Durchführung der Reise gesichert ist und Sie verbindliche Informationen zu möglichen Ankunfts- und Abflugzeiten erhalten haben!!!!!! Alle Preisangaben ohne Gewähr.

Bitte wichtige Hinweise beachten!

EU-Bürger benötigen lediglich einen gültigen Personalausweis.

(Ausführlichere Infos erhalten Sie mit Ihrer Buchungsgestätigung)

Die Reise erfordert eine „normale“ körperliche Fitness. Sie sollten in der Lage sein, Naturexkursionen (langsames Gehtempo mit vielen Beobachtungsstopps, keine „sportlichen“ Wanderungen) auch in unwegsamen Gelände (Wanderschuhe!) zu unternehmen. Die Touren umfassen überwiegend nur wenige Kilometer. Es fallen keine übermäßigen Steigungen an.

Diese Reise ist nicht geeignet für Personen mit ein­geschränkter Mobilität.

Geduld und Freude bei der Beobachtung / Bestimmung von Tier- und Pflanzenarten sind gefragt. Sie sollen auch Interesse an der Besichtigung von kulturellen Sehenswürdigkeiten mitbringen.

Die Ausflüge können ggf. früh am Morgen beginnen bzw. bis in die Abendstunden andauern. Die Exkursionszeiten lassen sich nicht genau im Voraus planen und richten sich nach der Beobachtungssituation. Wie hetzen nicht durch die Landschaft, sondern nehmen uns Zeit in der Natur.

Die einzelnen Beobachtungsgebiete sind überwiegend durch „normale“ Teerstraßen verbunden, in den Bergen sind sie oft kurvenreich (Serpentinen). Manchmal nutzen wir auch unbefestige Fahrwege, dann kann es etwas „ruckelig“ werden.

Es herrscht ein subtropisch-mediterranes Klima mit milden, regenreichen Wintern und heißen, trockenen Sommern.

Zur Reisezeit im März kann es tagsüber durchaus schon frühsommerlich warm sein mit Temperaturen von knapp 20°C im Schatten – bei vielen Sonnenstunden. Aber es ist auch oft deutlich kühler. Im Bergland muss man sowieso mit niedrigeren Temperaturen rechnen. Des Nachts kann es – auch an der Mittelmeerküste – recht kühl/kalt werden.

Größere Niederschlagsmengen sind nicht zu erwarten, aber auszuschließen sind Regentage nicht.

Die Wassertemperaturen laden im März noch nicht zum Baden ein.

Lokaler Führer: Pau Lucio (englischsprachig)
Pau ist der Vizepräsident der Vereinigung der Birding Guides in der Valencia-Region. Er lebt in Gandia und war schon als Kind an der Natur interessiert. Schließlich studierte er Forstwirtschaft (Forest Engineering) und Umweltwissenschaften (Environmental Science) an der Universitat Politècnica de València. Er beschäftigte sich intensiv mit der Flora und Fauna in der Region Valencia und wurde so zu einem Experten mit diversen Veröffentlichungen z.B. über mediterrane Wälder und zu vogelkundlichen Themen. Zurzeit arbeitet er an Umweltprojekten bezüglich der Bedeutung der spanischen Feuchtgebiete für den Vogelzug. Seine Interessen sind aber bei weitem nicht nur ornithologisch. Er beschäftigt sich auch mit der Insektenwelt und der Botanik und ist sehr engagiert in der NGO Zerynthia, einer gemeinnützigen Organisation zum Schutz von Schmetterlingen. Seine vielfältigen Arbeiten in der Natur dokumentiert er auch fotografisch.

+ Reisebegleitung Ulrike Wizisk von TERRA UNICA

Bitte unbedingt wichtige Hinweise zur Reiseleitung beachten!

 
 
 
 

Wichtige rechtliche Hinweise: Die Unterkünfte sind lediglich Übernachtungsorte. Alle anderen Aktivitäten, die dort angeboten werden, sind nicht Teil der TERRA-UNICA-Pauschalreise – auch nicht die Benutzung eines evtl. vorhandenen Pools. Die angegebenen Links zu den Internetseiten der einzelnen Unterkünfte dienen nur dazu, dass Sie sich ein Bild von dem Übernachtungsort machen können. Sie finden dort keine Informationen, die speziell die von Ihnen gebuchte Reise betreffen. Auf den Inhalt dieser externen Webseiten hat TERRA UNICA keinen Einfluss und kann für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte ist der Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden derartige Links umgehend entfernt. Beim Besuch der jeweiligen Seiten gelten deren Datenschutz­bestimmungen. Diese entsprechen vielleicht nicht vollständig den geltenden Richtlinien und Gesetzen der Europäischen Union. Manchmal verfügen die Interne nicht über das https-Protokoll („verschlüsselte Übertragung im Internet“). Wenn Sie 100% sicher sein wollen, dass keine Daten von Ihnen unkontrolliert abgegriffen und weitergegeben werden, dann dürfen Sie die Links nicht öffnen.
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Sie erhalten genaue Adressdaten der Unterkünfte mit den Reiseunterlagen. Alle Unterkünfte sind fest eingeplant und vorreserviert, können aber dann ggf. doch nicht verfügbar sein, dann wird – möglichst – gleichwertiger Ersatz gesucht. Wir informieren Sie in den Fällen zeitnah.

Hotel in Valencia: kann aus organisatorischen Gründen erst ausgesucht und reserviert werden, wenn die Reisedurchführung garantiert ist, Mittelklasse; wird nur für die Anreise-/Abreise genutzt.

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Als Ausgangspunkt für die Exkursionen nutzen wir nur eine Unterkunft:

Hotel Gijón in Gandia  https://www.hotelrhgijon.com
Es ist ein komfortables 3-Sterne-Hotel mit en suite Gästezimmern. Das Hotel Gijon befindet sich in unmittelbarer Strandnähe.

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Bitte unbedingt wichtige Hinweise zu Unterkünften beachten!

Reiseleitung/-begleitung wie beschrieben [Bei einer evt. Nutzung von zwei Fahrzeugen kann nicht auf beiden Fahrzeugen eine deutschsprachige Begleitung anwesend sein]

Fahrten und Transfers wie im Reiseverlauf beschrieben; Busgröße richtet sich nach der Teilnehmerzahl, Minibus (9-Sitzer) bei nur 6 Teilnehmern, ab 9 Teilnehmern 2 Fahrzeuge (7 und 8 Teilnehmer nicht möglich wegen ungünstiger Fahrzeugauslastung und daraus resultieren hohen Kosten); ausreichend Platz zur Verstauung von Handgepäck und Fotoausrüstung (bei nur einem Fahrzeug wird es etwas enger)

Unterkünfte wie angegeben

Mahlzeiten wie angegeben (F = Frühstück, M = Mittagessen, A = Abendessen), ggf. Picknick

Exkursionen wie beschrieben (außer optionale)

Eintrittspreise und Gebühren (außer für optionale Aktivitäten)

TERRA-UNICA-REISELEITFADEN mit Tipps und Infos zur Reise

Checklisten zum Eintragen der gesichteten Arten
                        

– Alle Preisangaben für nicht von TERRA UNICA angebotene Leistungen ohne Gewähr!

An-/Rückreise nach/von Valencia („Infos zur Anreise“ lesen!)

Getränke und ggf. zusätzliche Mahlzeiten

Trinkgelder sind natürlich freiwillig (vielleicht ca. 3-5 € pro Tag/Person/Führer; kleinere Trinkgelder in den Hotels)

Kosten für optionale Aktivitäten, also solche, die nicht Teil des beschriebenen Reiseprogramms sind bzw. dort mit „optional“ gekennzeichnet sind

ggf. Foto- und Videogebühren (zurzeit keine bekannt, ggf. in einigen Sehenswürdigkeiten)

ggf. zusätzliche Hotelübernachtungen und Transferfahrten während der An- und Abreise (falls Sie früher anreisen oder später abreisen wollen)

ggf. Transferfahrt zum Flughafen bei der Abreise

Auslandskranken­versicherung mit Rückholoption und Reiserücktrittversicherung, wie z.B. günstig bei Travelsecure

Wir durchstreifen die beschriebenen Habitate und wollen diese „erforschen“ und „erleben“. Wir bestimmen Pflanzen, Schmetterlinge, Vögel u.v.m. und halten natürlich dabei speziell Ausschau nach besonders charakteristischen, seltenen oder sogar endemischen Arten.

Der lokale Führer ist fachkundig, führt uns zu interessanten Lokalitäten und hilft bei der Identifizierung der Arten. Allerdings ist er natürlich kein Universalwissenschaftler und nicht „allwissend“.

Die im Tourverlauf genannten Tier- und Pflanzenarten sollen Ihnen einen Eindruck von den Beobachtungsmöglichkeiten geben. Es gibt in der Regel noch viel mehr zu sehen. Andererseits kann TERRA UNICA natürlich keine Garantie geben, dass Sie die beschriebenen Arten auch wirklich finden werden.

Im Übrigen ist das Auffüllen einer möglichst langen Artenliste nicht der alleinige Zweck einer TERRA-UNICA-Reise – es geht vielmehr um den Naturgenuss im Ganzen.

Einzelheiten über die zu erwartenden Arten unter „..unsere Zielarten“ bzw. im Reiseverlauf!
 
 
 

Die Sicherheitslage in Spanien ist ähnlich der in Deutschland, auch was die Terrorgefahr betrifft. Wegen der vielen sich stets im Land befindlichen Touristen, muss man mit einem erhöhten Risiko an Kleinkriminalität rechnen, also mit Taschendiebstählen und Trickdieben; auch mit Einbrüchen in Fahrzeugen.
(Ausführlichere Infos erhalten Sie mit Ihrer Buchungsbestätigung.)

Weitere Informationen unter www.auswaertiges-amt.de.

Lesen Sie auch unbedingt die wichtigen Hinweise gültig für alle TERRA-UNICA-Reisen!