Whytigirlitz (Crithagra striolata whytii)  – Alle Fotos auf der Seite (wenn nicht anders angegeben) von Ulrike Wizisk

Important Bird Area

Der Nyika National Park ist von Bird Life International als Important Bird Area (= “wichtiges Vogelgebiet”) eingestuft worden. Über 420 Arten sind nachgewiesen, darunter viele Raritäten. So soll eine kleine Population von Klunkerkranichen (Bugeranus carunculatus) hier brüten; allerdings stammen letzte Sichtungen wohl aus dem Jahr 2007. Die “Jacksons-Trappe” (Neotis denhami jacksoni) ist dagegen ein regelmäßiger Brutvogel. Die seltene Stahlschwalbe (Hirundo atrocaerulea) ist ebenfalls mit etwa 300 Brutpaaren vertreten.

Viele Vögel des Nyika-Plateaus kann man ansonsten in Malawi nicht beobachten, so den Rotflügelfrankolin. Viele Arten stoßen hier an den südlichen Rand ihres Verbreitungsgebietes, darunter Bambusrohrsänger (Chloropeta similis), Njombezistensänger (Cisticola njombe), Lobeliennektarvogel (Nectarinia johnstoni), Reichenowweber (Euplectes psammocromius) und Baglafechtweber  (Ploceus baglafecht).

Quelle:

Mehr zu den beobachteten Vogelarten (Reise in 2018) finden sich auch unter den Beschreibungen der Habitaten (Grasland, Felsgebiete, Wälder)

Quelle:

http://datazone.birdlife.org/site/factsheet/nyika-national-park-(malawi)-iba-malawi   [Die Birdlife-Daten zum Nyika NP sind relativ alt, überwiegend aus dem Jahr 1999]

 

Vogelbeobachtungen im Nyika National Park

Während unserer Reise im September 2018 konnten wir viele der speziellen Arten des Nyika-Plateaus sichten und teilweise auch fotografieren. Wir haben uns bei den Exkursionen auf die offenen Grasländer konzentriert, wobei uns dort die großen Säugetiere oft von der Vogelbeobachtung abgelenkt haben. In den dunklen Wäldern ist das Beobachten sehr mühsehlig, wir haben aber die “Zielart” Bergtrogon, gefunden. Interessante Orte zum “Birden” sind die Felsgebiete auf dem Plateau, wo oft vereinzelte Proteen und andere Büsche wachsen (z.B. Lobeliennektarvogel). Sehr produktiv waren auch Übergangsbereiche zwischen Grasland und Buschland / Wald, wo sich oft viele Kleinvögel aufhalten.

Alle Fotos, wenn nicht anders angegeben, von Ulrike Wizisk

GALLIFORMES (Hühnervögel): Phasianidae (Fasanenartigen)

Rotflügelfrankolin mit Jungen (Scleroptila levaillantii)

 

Rotflügelfrankoline (Scleroptila levaillantii) [engl. Red-winged Francolin] sind zwischen 30 bis 40 cm groß und durch ihr Gefieder recht gut getarnt. Man kann diese Vögel in Malawi nur in den Grasländern des Nyika National Parks beobachten. Sie halten sich das ganze Jahr dort auf. Zu unserer Reisezeit führten die Vögel teilweise Junge.

Bei Gefahr suchen sie Schutz im hohen Gras. Sie fliegen nur äußerst selten auf, können aber schnell rennen. Sie ernähren sich vor allem von Samen und Wurzeln, weniger von oberirdischen Pflanzenteilen. Dazu verzehren sich auch kleine Insekten und andere Gliedertiere.

Mehr unter “Vögel der weiten Grasflächen”

ANSERIFORMES (Gänsevögel): Anatidae (Entenvögel)

Gelbschnabelenten (Anas undulata)

Gelbschnabelenten (Anas undulata) [engl. Yellow-billed Duck] sind im südlichen Afrika recht weit verbreitet. Sie bewohnen allerlei Stillgewässer und auch langsam fließende Flüsse, auch brackische Lagunen und Deltas. Man findet sich auch noch in großen Höhen.

Einige dieser Vögel hielten sich auf dem Stauteich direkt neben dem Chelinda Camp auf.

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Weiteres “Wassergeflügel” haben wir im Niyka National Park nicht beobachten können, mit Ausnahme eines Zwergtauchers (Tachybaptus ruficollis); -> PODICIPEDIFORMES (Lappentaucher): Podicipedidae (Lappentaucher)

COLUMBIFORMES (Taubenvögel): Columbidae (Tauben)

Die Trauerturteltaube (Streptopelia lugens) [engl. Dusky Turtle-Dove] ist eine Taube der Montanen Wälder des östlichen Afrikas. Wir  habe sie oft gestehen, aber ein Foto gelang nicht. Sie gehört zu den wichtigen Arten (“Trigger Species”), weshalb diese Region zur Important Bird Area wurde.

CAPRIMULGIFORMES: Caprimulgidae (Nachtschwalben)

Auch die  Höhennachtschwalbe (Caprimulgus poliocephalus) [engl. Montane Nightjar] ist eine Trigger-Art der montanen Bergwälder. Wir konnten sie bei einer Nachtexkursion kurz sehen.

OTIDIFORMES: Otididae (Trappen)

Jackson’s Bustard (Neotis denhami jacksoni)

 

Die Kafferntrappe (oder auch Schwarzflügeltrappe) (Neotis denhami) tritt auf dem Nyika Plateau in der Unterart Neotis denhami jacksoni [engl. Jacksons’s Bustard] auf. Die männlichen Tiere können bis 1 m lang werden und bis 10 kg schwer. Die Weibchen sind kleiner und erreichen auch nur 3 kg Körpergewicht.

Es sind typische Vögel der offenen, baumlosen Landschaften und kommen auch noch in großen Höhen vor. Im Südwinter verlassen sie das Gebiet und wandern nördlichere, wärmer Regionen ab, vielleicht aber auch nur in tiefere Regionen.

Mehr unter “Vögel der weiten Grasflächen”

PELECANIFORMES (Ruderfüßer): Ardeidae (Reiher, Herons)

Schwarzhalsreiher (Ardea melanocephala) [engl. Black-headed Heron] findet man in Malawi auch noch in großen Höhen. Wir sahen einen am Stauteich beim Chelinda Camp.

CHARADRIIFORMES (Regenpfeiferartige)

Von den landläufig als “Limikolen”  Vogelarten konnten wir im Nyika-Gebiet nur Flussuferläufer (Actitis hypoleucos) [engl. Common Sandpiper] und den Temminckrennvogel (Cursorius temminckii) [engl. Temminck’s Courser] nachweisen. Während der erstere ein Zugvogel aus Eurasien ist, ist der Temminckrennvogel  ein Nomade, der in den offenen Savannen Afrikas südlich der Sahara weit verbreitet ist. Er zieht seiner Nahrung, vornehmlich Insekten, hinterher.

ACCIPITRIFORMES (Greifvögel): Accipitridae (Habichtartige)

Froschweihe (Circus ranivorus)

 

Greifvögelarten haben wir nur sehr wenige gesichtet:

Die Froschweihe (Circus ranivorus) [African Marsh-harrier] hält sich gerne in der Nähe der Gewässer auf, aber auch im benachbarten Grasland. Es ist ein im östlichen und südlichen Afrika weit verbreiteter Greif, der auch noch in großen Höhen vorkommt. Es ist ein Standvogel, der aber die kalten Berge im Winter verlässt und in angenehmere tiefere Lagen ausweicht.

Außerden identifizierten wir einen Gleitaar (Elanus caeruleus) [engl. Black-winged Kite], einen Rotbauchsperber (Accipiter rufiventris) [engl. Rufous-breasted Sparrowhawk] und mehrmals Augurbussarde (Buteo augur) [engl. Augur Buzzard].

COLIIFORMES: Coliidae (Mausvögel, Mousebirds)

Braunflügel-Mausvögel (Colius striatus) [engl. Speckled Mousebirds] sind in Malawi häufig und einige trieben sich im Bereich der Chelinda Camps herum.

TROGONIFORMES: Trogonidae (Trogone, Trogons and Quetzal)

Bergtrogon (Apaloderma vittatum)

 

Trogone sind Vögel der tropischen Wälder und fast überall durch die Zerstörung ihrer Lebensräume gefährdet.

Der Bergtrogon (Apaloderma vittatum) [engl. Bar-tailed Trogon] ist in den kühlen Bergwäldern des östlichen Afrikas beheimatet, aber auch in Teilen Nigerias; Unterart vittatum
in Malawi. Sein Habitat besteht in der Regel nur aus bis 20 m hohen Bäumen. Der etwa 30 cm große Vogel sucht in den Baumkronen nach Insekten und deren Larven.

CORACIIFORMES (Rackenvögel): Alcedinidae (Eisvögel, Kingfisher)

In der Umgebung des Stauteiches am Chelinda Camps konnten wir häufig einen Riesenfischer (Megaceryle maxima) [engl. Giant Kingfisher] beobachten.

PASSERIFORMES (Sperlingsvögel): Platysteiridae (Schnäpperwürger, Wattle-eyes)

Der Malawibatis (Batis capensis ????) [engl. Malawi Batis] ist systematisch noch nicht abschließend bearbeitet; ggf. ist es eine eigenen Art. Auf jeden Fall ist die “Form”, die in Malawi auftritt, fast endemisch. Ihre Verbreitung reicht nur in die grenznahen Gebiete der Nachbarländer. Leider gelang kein Foto.

PASSERIFORMES (Sperlingsvögel): Malaconotidae (Buschwürger, Bush-shrikes)

Der komplett schwarze Füllebornwürger (Laniarius fuelleborni) [engl. Fülleborn’s Boubou] kommt nur in den Bergländern des nördlichen Malawis und grenznah ind Sambia, sowie in Berggebieten Tansanias vor. Er erreicht also in Malawi die Südgrenze seines Verbreitungsgebietes.

PASSERIFORMES (Sperlingsvögel): Laniidae (Würger)

Nördlicher Fiskalwürger (Lanius humeralis humeralis)

 

Die in Afrika recht häufigen Fiskalwürger hat man systematisch in eine nördliche und südliche Art aufgesplittet. Der englische Name Common Fiscal ist gestrichen. Im Gebiet des Nyika National Park sollte es sich um den nördlichen Fiskalwürger handeln und zwar in der Unterart Lanius humeralis humeralis.

Eine abschließende Systematik und eine genaue Beschreibung der Unterscheidungschriterien der “neuen” Arten mit ihren Unterarten steht noch aus. [Stand 2020]

Es sind Vögel des offenen Buschlandes, wo sie oft exponiert auf freien Ästen sitzen.

PASSERIFORMES (Sperlingsvögel): Corvidae (Rabenvögel)

Geierrabe (Corvus albicollis)

 

Der Geierrabe (Corvus albicollis) [engl. White-necked Raven] ist mit 55 cm Größe und seinem extrem kräftigen Schnabel eine imposante Erscheinung. Er ist überwiegend in den Bergen des südlichen Südafrika und im östlichen Teil des Kontinent bis nach Kenia verbreitet und kommt auch in großen Höhen noch vor.

Er ernährt sich überwiegend von Fleisch und geht gerne an Aas, wobei ihm sein kräftiger Schnabel von Nutzen ist.

Sein kleinerer Verwandter, der Schildrabe (Corvus albus) ist überall in Afrika ein häufiger Kulturfolger. Ihn haben wir im Nyika National Park oft im Bereich des Camps gesehen.

PASSERIFORMES (Sperlingsvögel): Stenostiridae

Der überwiegend schwarze, mir 13 cm messende Berghaubenschnäpper (Elminia albonotata) [engl. White-tailed Crested-flycatcher] ist eine weitere Trigger-Art für die Important Bird Area. Es ist eine Art Waldart der mittleren Berglagen (montan, submontan).

PASSERIFORMES (Sperlingsvögel): Alaudidae (Lerchen, Larks)

Der Rotnackenlerche [engl. Rufous-naped Lark] kommt auf dem Nyika-Plateau in der nur sehr lokal verbreiteten Unterart Mirafra africana nyikae vor.

Mehr zu dieser Art (und Bilder) unter “Vögel der weiten Grasflächen”

PASSERIFORMES (Sperlingsvögel): Cisticolidae (Halmsängerartige, Cisticolas and allies)

Njombezistensänger (Cisticola njombe)

 

Der Njombezistensänger (Cisticola njombe) [engl. Churring Cisticola] kommt auf dem Nyikae-Plateau in der Unterart mariae bzw. nyikae vor (Benennung noch unklar).  Der maximal 13 cm große Vogel hält sich gerne in der Nähe von Bachläufen oder an Waldrändern auf, wo die Vegetation etwas höher wächst also im eigentlichen Grasland.

Das Verbreitungsgebiet des Niombezistensängers beschränkt sich auf Bergregionen in Malawi und dem südlichen Tansania. Im Malawi kommt er nur im Nyika-Gebiet vor. 

Ein ähnliches Verbreitungsgebiet hat der Schwarzbrauen-Zistensänger (Cisticola juncidis) [engl. Black-lored Cisticola]. Auch der Lebensraum entspricht in etwa dem des Njombezistensängers. (kein Foto)

Beide Spezies sind Triggerarten für die Important Bird Area Nyika National Park.

Etwas weiter verbreitet in Afrika südlich der Sahara ist der Zwergzistensänger (Cisticola nigriloris) [engl. Wing-snapping Cisticola], allerdings in isolierten Clustern. Er ist ebenfalls ein Bergbewohner, bevorzugt aber kürzeres Gras als Habitat. Auch ihn konnten wir in Nyika sichten. (kein Foto)

PASSERIFORMES (Sperlingsvögel): Locustellidae (Grassänger, Grasshopper-warblers and Grassbirds)

Zimtbuschsänger (Bradypterus cinnamomeus)

 

Nur mit viel Geduld gelang ein Belegfoto vom Zimtbuschsänger (Bradypterus cinnamomeus ) [engl. Cinnamon Bracken-warbler], der auf dem Nyikae-Plateau in der Unterart nyassae vorkommt.  Der maximal 15 cm große Vogel lebt sehr heimlich zwischen der dichten Vegetation im Buschland bzw. im hoch gewachsenen Gras oder zwischen Farnwedeln.

PASSERIFORMES (Sperlingsvögel): Hirundinidae (Schwalben, Swallows and Martins)

Die sehr dunkelblau gefärbte Stahlschwalbe (Hirundo atrocaerulea) [engl. Blue Swallow] bewohnt das offene Grasland und baut ihr Nest in alten Erdferkelbauten. Es ist ein Zugvogel, der sich nur im Südsommer auf dem Nyika-Plateau aufhält. Wir sahen einige Exemplare überfliegend. Es ist eine wichtige Trigger-art für die Important Bird Area.

PASSERIFORMES (Sperlingsvögel): Pycnonotidae (Bülbüls, bulbuls)

Während der Reise haben wir den Fischer’s Greenbul (southern Greenbul) (engl. Phyllastrephus fischeri) ideentifiziert, aber ggf. kommt diese Art dort gar nicht vor. Die Systematik ist bei den Grünbülbül sehr unübersichtlich, also bleibt diese Art unbestimmt. Vielleicht handelte es sich doch den Graubülbül (Pycnonotus barbatus), ggf. eine Unterart.

PASSERIFORMES (Sperlingsvögel): Zosteropidae (Brillenvögel, White-eyes)

Senegalbrillenvogel (Zosterops senegalensis)

 

Der Senegalbrillenvogel (Zosterops senegalensis) [engl. African Yellow White-eye]. Er stellt wenig Ansprüche an sein Habitat. Meist findet man ihn im offen Busch-/Waldland. Er ist als Kulturfolger oft in Gärten und Park anzutreffen.

PASSERIFORMES (Sperlingsvögel): Buphagidae (Madenhacker, Oxpecker)

Gelbschnabel-Madenhacker (Buphagus africanus)[engl. Yellow-billed Oxpecker] sitzen teilweise auf den Antilopen.

PASSERIFORMES (Sperlingsvögel): Muscicapidae (Fliegenschnäpper, Old World flycatchers)

Senegalbrillenvogel (Zosterops senegalensis)

 

Der Hartlaubschnäpper (Fraseria caerulescens) [engl. Ashy Flycatcher] ist Afrika südlich der Sahara weit verbreitet mit Ausnahme des Südwestens. In der Wahl seines Lebensraums ist er nicht sehr anspruchsvoll, Wald und Buschland werden bevorzugt. Wir konnten ihn in der Umgebung des Chelinda Camps beobachten.

Der Bergdrongoschnäpper (Melaenornis fischeri) [engl. White-eyed Slaty-flycatcher] (kein Foto) ist ein Vogel der dichten Bergwälder im östlichen Afrika.  Wir hatten eine Sichtung bei einer Waldexkursion.

 

 

Kaprötel (Cossypha caffra)

 

Der Kaprötel (Cossypha caffra) [engl. Cape Robin-chat] ist vor allem in der Republik Südafrika ein “Allerweltsvogel”. In Malawi kommt er in der Unterart iolaemus vor, die vor allem auf dem Rücken dunkler als die Nominatform ist. 

Saxicola torquatus

PASSERIFORMES (Sperlingsvögel): Nectariniidae (Nektarvögel, Sunbirds)

Malachitnektarvogel (Nectarinia famosa)

 

Der Malachitnektarvogel (Nectarinia famosa) [engl. Malachite Sunbird] ist in den höheren Bergländern des südlichen und östlichen Afrikas verbreitet (vermutlich mehrere Unterarten). Das Männchen ist ein auffällige Erscheinung durch sein grünes bis blaues “Metallic-Gefieder” mit den langen mittleren Schwanzfedern. Das Weibchen ist unauffällig braun ohne den langen Schwanz. 

Verwechselungsgefahr besteht mit dem Lobeliennektarvogel (s.u.), der aber am Kopf und im Nacken dunkler ist. Vorsicht: Das Gefieder der männlichen Nektarvögel schimmert je nach Lichteinfall immer unterschiedlich.

Lobeliennektarvogel (Nectarinia johnstoni) auf Proteae

 

Der Lobeliennektarvogel (Nectarinia johnstoni) [engl. Red-tufted Sunbird] kommt in afroalpinen Habitaten einiger ostafrikanischen Ländern vor. Die Vorkommen sind lokal begrenzt und von einander isoliert, was die Bildung von Unterarten fördert. Das Nyika Plateau ist das südlichste Vorkommen dieser Vogelart mit der Unterart nyikensis. Er ist hier stark an das Vorkommen von Proteen gebunden.

Verwechselungsgefahr besteht mit dem Malachitnektarvogel (s.u.), der Lobeliennektarvogel ist aber am Kopf, Nacken und Kehle dunkler. Vorsicht: Das Gefieder der männlichen Nektarvögel schimmert je nach Lichteinfall immer unterschiedlich: Beide Bilder zeigen das gleiche Individuum.

Lobeliennektarvogel (Nectarinia johnstoni) auf Proteae

 

Miombonektarvogel (Cinnyris manoensis)

Auf dem Nyika-Plateau kommen sowohl der Füllebornnektarvogel (Cinnyris fuelleborni) [engl. Forest Double-collared Sunbird] als auch der Miombonektarvogel (Cinnyris manoensis) [engl. Eastern Miombo Sunbird] vor, die sich sehr ähnlich sehen, und deshalb bei der Bestimmung Probleme bereiten, zumal die Systematik nicht abschließend geklärt ist. Wir konnten einige (wenige) dieser Nektarvögel mit dem auffälligen roten Brustband beobachten und haben wohl beide Arten identifizieren können.  Die Fotos oben stammen von einem Individuum. Da sich zwischen dem roten Brustband und der bläulich-grünlichen Hals-Kopfpartie noch schmales dunkel blaues Band zeigt, handelt es sich wohl um den Miombonektarvogel.

PASSERIFORMES (Sperlingsvögel): Ploceidae (Webervögel, Weavers)

Reichenowweber (Euplectes psammacromius), männl. in der Mauser

 

Der Gelbschulterweber (Euplectes macroura) [engl. Yellow-mantled Widowbird]ist Afrika südlich der Sahara weit verbreitet, fehlt aber im Süden (z.B. Republik Südafrika, Namibia). Er bewohnt feuchtes Grasland in der montanen Zone, auch ähnliche Habitate im Kulturland. Er kommt in ganz Malawi vor.

Reichenowweber (Euplectes psammacromius), weibl.

 

Der Reichenowweber (Euplectes psammacromius) [engl. Buff-shouldered Widowbird] kommt nur in den montanen Berghabitaten Malawis und im angrenzenden Tansania vor. als auch der Miombonektarvogel (Cinnyris manoensis) [engl. Eastern Miombo Sunbird] vor.

Den ähnlich aussehenden – aber mit kürzeren Schwanz – Gelbschulterweber (Euplectes macroura) [engl. Yellow-mantled Widowbird] konnten wir auch sichten; kein Foto.  Er bewohnt änliche Habitate wie der Reichenowweber, geht aber nicht in extreme Höhen.

Baglafechtweber (Ploceus baglafecht nyikae)

 

Der Baglafechtweber (Ploceus baglafecht) [engl. Baglafecht Weaver] stößt in Malawi an seine südliche Verbreitungsgrenze.  Die Art splittet sich in diverse Unterarten, die sich im Wesentlichen durch den Schwarzanteil am Kopf unterscheiden. Allen gemeinsam ist die hellgelbe Iris. Die Weibchen sind unauffällig braun.

Auf dem Nyika-Plateau kommt die Unterart nyikae vor.

An ihr Habitat stellen diese Weber wenig Ansprüche, meist offenes Buschland, auch als Kulturfolger in der Nähe der Menschen. Wir konnten die Vögel in der Nähe des Chelinda Camps beobachten.

 

PASSERIFORMES (Sperlingsvögel): Estrildidae (Prachtfinken)

Der Wellenastrilde (Estrilda astrild) [engl. Common Waxbill] konnten wir im Grasland oftmals sichten, es gelang aber kein Foto.

PASSERIFORMES (Sperlingsvögel): Viduidae (Witwenvögel, Indigobirds and Whydahs)

Dominikanerwitwe (Vidua macroura) [engl. Pin-tailed Whydah] und Schmalschwanzwitwe (Vidua paradisaea) [engl. Long-tailed Paradise-whydah] sind Sichtungen ohne Fotobeleg.

PASSERIFORMES (Sperlingsvögel): Motacillidae (Stelzen und Pieper; Wagtails, Longclaws and Pipits)

Zimtspornpieper (Anthus cinnamomeus) [engl. African Pipit]  siehe unter “Vögel der weiten Grasflächen”

PASSERIFORMES (Sperlingsvögel): Fringillidae (Finken, True Finches)

Whytigirlitz (Crithagra whytii)

 

Der Whytigirlitz (Crithagra whytii) [engl. Yellow-browed Seedeater]. Es ist ein Vogel der höheren Bergländer, wo er in Buschland, Galeriewäldern und ähnlichen Habitaten anzutreffen ist.

Den verwandten Schwarzwangengirlitz (Crithagra mennelli) [engl. Black-eared Seedeater] haben wir gesichtet, aber es gelang kein Foto. Er ist eher ein Vogel der offenen Trockenwälder in den tieferen Lagen, kommt aber auch in höheren Lagen vor.

Gelbstirngirlitz (Serinus flavivertex)

 

Der Gelbstirngirlitz (Serinus flavivertex) [engl. Yellow-crowned Canary] kommt in isolierten Populationen hauptsächlich im östlichen Afrika vor mit Malawi als südliche Grenze. Ihn findet man in offenen Landschaften aller Art, auch im lichten Wald und im Kulturland, auch noch in Höhen bis 4000 m.

Wir sahen Trupp von ca. 10 – 20 Vögeln im der Umgebung des Chelinda Camps.