Estlands Westen: Moore, Küsten, Inseln

Foto Ulrike Wizisk

Reisethema: Erlebte Landschaft

08.06.-18.06.2018

ab 2180,- €

♦ Moore ♦ Küstenhabitate ♦ Baltische Laubwiesen ♦ Orchideen ♦ Biberexkursion ♦ Robbenexkursion ♦ Vogelbeobachtung ♦ Geologie

Estland ist der nördlichste der drei baltischen Staaten. Es grenzt im Süden an Lettland und im Osten an Russland und hat im Norden und Westen eine Küste zur Ostsee. Seit 2004 ist das Land Mitglied der EU und seit 2011 gehört es zur Eurozone. Es hat ca. 1,3 Millionen Einwohner, die Hauptstadt ist Tallinn.

Zur Hälfte ist Estland von Wäldern bedeckt. Ebenso prägen 1400 Seen und ausgedehnte Moorgebiete das Landschaftsbild. Der fast 3800 Kilometer langen Küstenlinie mit zahlreichen Buchten sind mehr als 1500 Inseln vorgelagert.

Auf dieser Reise erkunden wir Wälder, Moore, Küstenhabitate und die einzigartigen baltischen Laubwiesen. Es erwartet Sie ein bunter Mix an Naturerlebnissen. Wir beobachten Vögel, Elche, Biber, Robben, Schmetterlinge und nehmen uns Zeit zum Fotografieren. Auch widmen wir uns ausgiebig der Botanik, wobei wir Chancen auf viele Orchideenarten haben, u.a. auf den Frauenschuh. Der Besuch einiger fossilreicher geologischer Aufschlüsse rundet das Landschaftserlebnis in Estlands Westen ab.

Die Reise führt auf die große Insel Saaremaa und die kleinere Nachbarinsel Hiiumaa. Auf dem Festland besuchen wir u.a. den bekannten Matsalu National Park.

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Wohin wir fahren - die Hauptreiseziele

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Das Mukre-Moor – etwa 70 km südlich von Tallin gelegen ist etwa 9000 Jahre alt und steht nun schon seit 20 Jahren unter Schutz.

Hier leben seltene Vogelarten wie Schwarzstorch und Auerhuhn. Weitere typische Bewohner sind Baum- und Wiesenpieper, Heidelerche sowie Raubwürger. Manchmal wird sogar ein Steinadler gesichtet.

Botaniker kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten: Die Zweiblättrige Waldhyazinthe wächst in der Nähe des Moorweges. Sowohl Langblättriger als auch Rundblättiger Sonnentau kommen vor und zeigen in der Mittsommerzeit ihre Blüten. Zwerg- und Strauchbirke, Gagelstrauch, Rosmarinheide, Moosbeere, Moltebeere, Wollgras und die Blumenbinse sind weitere charakteristische Vertreter der Hochmoorvegetation, die auch eine bemerkenswerte Schmetterlingsfauna beherbergt (u.a. Randring-Perlmutterfalter, Dukatenfalter, Baltischer Samtfalter, Postillion).

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Der Soomaa National Park liegt etwa 100 km südlich von Tallin. Der Name bedeutet “Land der sumpfigen Wälder und Moore”. Das Gebiet wird jedes Frühjahr fast völlig überschwemmt, so dass man sich dann nur noch per Boot fortbewegen kann. Es umfasst u.a. ein offenes Hochmoorgebiet mit Moorseen und angrenzenden Bruchwäldern.

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Der an der Westküste gelegene Matsalu National Park ist das älteste Ramsar-Schutzgebiet Estlands, also ein Vogelhabitat von internationaler Bedeutung. Er ist eines der wichtigsten Brutgebiete und Rastplätze für Wasser- und Küstenvögel im nördlichen Europa.

Er umfasst die Region um die Bucht von Matsalu, den Unterlauf des Flusses Kasari und das Seegebiet Väinameri mit etwa 50 Inseln. Etwa 40 km² Küstenhabitate mit offenen Sand- und Schlickflächen, Marschland, küstennahen Wiesen und Wäldern sowie offene und bewaldete Flussauen stehen hier unter Schutz.

Während der Zugzeit rasten hier um eine Million Vögel. Etwa 170 Arten brüten hier, u.a. Rothalstaucher, Rohrdommel, Fischadler, Seeadler und Raubseeschwalben.

Sieben Vogelbeobachtungstürme erschließen dem Beobachter das Gebiet.

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Die “baltischen Laubwiesen” (Wooded Meadows) sind eine Art lichter Wald mit Wiesenflächen – alte Kulturlandschaften. Hier konnte Heu gemäht, Brenn- und Bauholz gewonnen sowie Kräuter, Nüsse und Pilze geerntet werden. Sie zählen heute zu den artenreichsten Ökosystemen Estlands. Hier bei Laelatu wurden 76 verschiedene Gefäßpflanzen auf einem Quadratmeter nachgewiesen!

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Saaremaa ist mit etwa 2672 km² die größte Insel Estlands mit 36.000 Einwohnern. Wegen der vielen Buchten hat die Küste eine enorme Länge von 1300 km. Etwa 600 kleine Inseln gibt es in der Umgebung.
Mit der mit dem benachbarten, viel kleineren Insel Muhu ist Saaremaa durch einen Damm verbunden, über den eine Verbindungsstraße führt. Die Fährverbindung von Tallinn geht nach Muhu.

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Das Viidumäe-Schutzgebiet umfasst neben natürlichen Bruch-/Auwäldern und Niedermooren auch höchst interessante Ökosysteme, die auf menschlichen Einfluss zurückzuführen sind.

Auf sehr flachgründigem Boden auf Kalkfelsen sind “Alvar Meadows” ausgebildet, die einen hohen Anteil an Moosen aufweisen. Sie entstanden nach der Abholzung der Wälder in Gegenden mit Weidenutzung, wo der Viehverbiss die Vegetation kurz hielt, und die Bodenschicht letztendlich stark erodierte. Hier findet man oft das Sonnenröschen und die Silberdistel.

Auch gibt es in Viidumäe artenreiche “Wooded Meadows” (Laubwiesen).

Die botanische Vielfalt dieser Region ist enorm: Fast 700 Gefäßpflanzen sind registriert, darunter eine endemische Klappertopf-Art (Rhinanthus osiliensis).

Auch unter den Schmetterlingen sind Raritäten zu verzeichnen, wie der Gelbring-Falter (Lopinga achine) und der Große Perlmutterfalter (Argynnis aglaja).

Ornithologisch interessant ist das Gebiet vornehmlich für Waldvögel: Tannenhäher und Zwergschnäpper sieht man häufig. 

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Die etwa 50 km nach Süden in den Rigaischen Meerbusen  herausragende, schmale Halbinsel Sõrve bietet sehr abwechslungsreiche Naturerlebnisse mit botanischen und geologischen Highlights.

Im Viieristi-Naturschutzgebiet kommen die Verschiedenblättrige Kratzdistel (Cirsium heterophyllum) und die Gewöhnliche Simsenlilie (Tofieldia calyculata) vor.

An der Westküste geben Felsformationen einen Einblick in die Erdgeschichte: Hier stehen fossilreiche Schichten aus dem Zeitalter des Silurs an.

Im Gebiet der Järve-Dünen am nördlichen Ende der Halbinsel wachsen Sand-Nelke (Dianthus arenarius), Braunrote Stendelwurz (Epipactis atrorubens),  Verschiedenblättrige Kratzdistel (Cirsium heterophyllum), Gewöhnliche Simsenlilie (Tofieldia calyculata) und Färberwaid (Isatis tinctoria).

Der Loode-Wald nahe der mittelalterlichen Stadt Kuressare an der Südküste von Saarema ist bekannt für seinen Reichtum an Orchideen. Es ist eine von alten Eichen dominierte „Laubwiese“ („Wooded Meadow“) in dem u.a. Frauenschuh (Cypripedium calceolus), Pyramiden-Hundswurz (Anacamptis pyramidalis) und Kleines Knabenkraut (Orchis morio) vorkommen.

Frauenschuh – Foto Peeter Vissak

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Panga Cliff – Foto Ulrike Wizisk

An der Nordküste Saaremas bilden Gesteine aus Zeitalter des Silurs (ca. 440-420 Mill. Jahre) eine bis 23 Meter hohe Klippe. Die Kalksteine sind äußerst fossilreich.

Brachiopode – Foto Ulrike Wizisk

 

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Die Insel Hiiumaa ist mit etwa 965 km² die zweitgrößte Insel Estlands und zählt 11.000 Einwohnern. Etwa 60 % der Fläche ist bewaldet – die waldreichste Region Estlands.

Die Kõpu-Halbinsel ist eine überwiegend bewaldete, leicht wellige Landschaft mit Küstenterrassen und Dünen. Einige kleine Moorgebiete entwickelten sich auf kalkreichem Untergrund und beherbergen eine spezielle Vegetation.

Über 80 seltene Pflanzenarten kann man auf Kõpu finden, darunter Blattloser Widerbart (Epipogium aphyllum), Kleines Zweiblatt (Listera cordata), Traunsteiners Knabenkraut (Dactylorhiza traunsteineri), Sumpf-Glanzkraut (Liparis loeselii), Grüne Hohlzunge (Coeloglossum viride), Moosglöckchen (Linnaea borealis).

Moosglöckchen – Foto Ulrike Wizisk

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Die Kassari-Insel ist mit einem Damm mit der Hauptinsel verbunden. In der Kaina-Bucht gibt es Alvar und Wooded Meadows sowie Wachholderhaine: Wundklee (Anthyllis coccinea), Baltisches Knabenkraut (Dactylorhiza baltica), Salz-Bunge (Samolus valerandi), Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) und die seltene Sumpf-Engelwurz (Angelica palustris) kommen vor. Außerdem ist dieses Gebiet mit seinen diversen Küstenhabitaten eine Top-Adresse für Ornithologen. Unter den Brutvögel sind Weißwangengans, Schnatterente, Seeadler, Rohrweihe, Kornweihe, Rotschenkel, Bekassine, Alpenstrandläufer und immerhin sechs Seeschwalbenarten.

Foto Ulrike Wizisk

Was wir sehen möchten - unsere Zielarten

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Viele Ornithologen lockt die arktische Migration im Herbst und Frühjahr in diese Region, wenn Millionen von Zugvögeln zu beobachten sind.

Im Sommer sind etwa 200 Brutvogelarten anwesend, darunter etliche, die man im westlichen Europa nur selten sieht. 

Zu unserer Reisezeit im späteren Frühling / Frühsommer kann man – in der Regel nach Sonnenuntergang – vielerorts im sumpfigen Grasland den Balzgesang der Doppelschnepfe hören. Immerhin schätzt man den estnischen Bestand auf etwa 600 männliche Tiere.

Zu dieser Zeit hat man in den diversen Feuchthabitaten auch gute Chancen auf Seeadler, Schreiadler und Wespenbussard. Rohrweihen sind oft bei ihren Jagdflügen zu beobachten.

Limikolen, wie Rotschenkel und Bekassine zeigen sich ebenfalls recht häufig. Den scheuen Schwarzstorch sieht manchmal beim Fischen am Rand von offenen Gewässern. Interessante Kleinvögel der mehr oder weniger aquatischen Mileus sind Rohrschwirl, diverse Rohrsänger, Buschspötter, Grünlaubsänger, Sperbergrasmücke, Beutelmeise, Zitronenstelze und Karmingimpel. Vor allem in Moorgebieten ruft der Ziegenmelker, während der Wachtelkönig auch im (extensiv) bewirtschafteten Kulturland zu hören ist.

Estland ist bekannt für die vielen „Waldarten“, besitzt das Land doch ausgedehnte, zumindest naturnahe Waldgebiete. Auerhuhn, Birkhuhn, Haselhuhn, Habichtskauz, Raufußkauz, Sperlingskauz, Weißrückenspecht, Dreizehenspecht, Mittelspecht, Tannenhäher und Haubenmeise sind ornithologische Leckerbissen, die aber nicht alle einfach zu beobachten sind.

Bei den Bescheibungen der Hauptreiseziele sind weitere jeweils zu erwartende Arten angegeben.

Bitte wichtige Hinweise zu Naturbeobachtungen beachten!

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Estland ist eines der wenigen europäischen Länder, die auch noch eine stattliche Anzahl an größeren Säugetieren beherbergen. So leben in den Wäldern etwa 700-800 Luchse, über 150 Wölfe, 500-600 Braunbären und fast 20.000 Biber. Insgesamt wurden 64 Säugetierarten nachgewiesen, darunter auch der europäische Nerz, mehrere Arten von Bilchen und das einzige eurasische Gleithörnchen. Vor der Küste lebt eine große Population von Kegelrobben.

Während dieser Reise unternehmen wir spezielle Exkursionen, um Biber und Robben zu beobachten. Außerdem machen wir eine Elch-Exkursion in einem weitläufigen Gehege.

Bitte wichtige Hinweise zu Naturbeobachtungen beachten!


Mehr als die Hälfte des Landes ist bewaldet, wobei Birken und Kiefern die am weitesten verbreiteten Baumarten sind.

Die Flora von Estland umfasst über 30 Orchideenarten und weitere „seltene Arten“. Interessant sind die ausgedehnten Moorgebiete mit ihrer charakteristischen Hochmoorvegetation. Etwas Besonderes sind die durch menschlichen Einfluss entstandenen „Laubwiesen“ (Wooded Medows) und Alwar Medows. Genaueres dazu ist bei den jeweiligen Hauptreisezielen aufgeführt.

Liste der vorkommenden Orchideenarten:

Cypripedium calceolus  Gelber Frauenschuh
Orchis militaris  Helm-Knabenkraut
Orchis mascula  Manns-Knabenkraut
Dactylorhiza maculata  Geflecktes Knabenkraut
Dactylorhiza incarnata  Fleischfarbenes Knabenkraut
Dactylorhiza fuchsii  Fuchs’ Knabenkraut
Dactylorhiza ruthei  Ruthes Knabenkraut
Dactylorhiza baltica  Baltisches Knabenkraut
Dactylorhiza traunsteineri subsp. russowii  Russows Knabenkraut 
Dactylorhiza praetermissa  Übersehenes Knabenkraut
Listera ovata  Großes Zweiblatt
Listera cordata  Kleines Zweiblatt
Neotinea ustulata  Brand-Knabenkraut
Ophrys insectifera  Fliegen-Ragwurz
Gymnadenia conopsea  Mücken-Händelwurz
Cephalanthera rubra  Rotes Waldvöglein
Cephalanthera longifolia  Langblättriges Waldvöglein
Platanthera bifolia  Zweiblättrige Waldhyazinthe
Platanthera chlorantha  Grünliche Waldhyazinthe
Epipactis palustris  Sumpf-Stendelwurz
Epipactis atrorubens  Braunrote Stendelwurz
Anacamptis morio  Kleines Knabenkraut
Liparis loeselii  Sumpf-Glanzkraut
Herminium monorchis  Einknollige Honigorchis
Goodyera repens  Kriechendes Netzblatt 

Bitte wichtige Hinweise zu Naturbeobachtungen beachten!

Foto Ulrike Wizisk

Tag für Tag - der Reiseverlauf

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Die Anreise nach Tallinn erfolgt in eigener Regie (TERRA UNICA vermittelt auf Wunsch den Flug). Der Tag steht zur freien Verfügung. Sie haben Gelegenheit die historische Altstadt zu erkunden. Spätestens abends trifft sich die Gruppe im Bern Hotel

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Wir erreichen nach etwa zwei Stunden Fahrt unser Exkursionsgebiet. Die Anfahrt zum Wanderweg (etwa 3 km) führt über eine schmale Schotterpiste, der auf einer Basis aus Baumstämmen konstruiert wurde. Im 9000 Jahre alten Moor sehen wir vermutlich Baum- und Wiesenpieper, Heidelerche, Raubwürger und hoffen auf die ein oder andere Rarität, wie Schwarzstorch oder Auerhuhn.  Botaniker interessieren sich für die Zweiblättrige Waldhyazinthe, die in der Nähe des Moorweges wächst. Seerosen bedecken das Gewässer beim Aussichtsturm. Ansonsten erwartet uns eine typische Hochmoor-Pflanzengesellschaft mit einigen seltenen Schmetterlingsarten.  – Nelja Kuninga Hotel in Paide; F/M/A

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Am sehr frühen Morgen unternehmen wir eine Safari in einem offenen Fahrzeug, während der wir sicher Elche und Wildschweine, vielleicht auch Rothirsche sehen. Die Tiere halten sich regelmäßig an eingerichteten Futterplätzen auf. Wir befinden uns in einer abwechslungsreichen Landschaft mit Wäldern, Lichtungen und offenen Feldern.

Nach einem späten Frühstück geht es dann weiter zum Soomaa National Park. Der Tõramaa-Ingatsi Wanderweg (ca. 6 km) führt uns durch ein offenes Hochmoorgebiet mit Moorseen und angrenzenden Bruchwäldern. Von einigen  Beobachtungstürmen erhalten wir einen Überblick auf diese faszinierende Landschaft. Das Mittagessen nehmen wir heute als Picknick mit. – Rannahotell in Pärnu; F/M/A

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Wir werden von verschiedenen Beobachtungstürmen die Landschaft des Nationalparks nach interessanten Vogelarten absuchen und unsere Exkursionen spontan planen. Gegen Abend unternehmen wir eine Biberexkursion per Boot durch die Riedfelder (Picknickabendessen). Mit etwas Geduld und Glück werden wir die emsigen Tiere bei ihrer nächtlichen Arbeit beobachten können – zu den Rufen von Rohrdommel, Wasserralle, Tüpfelsumpfhuhn und Rohrschwirl. – Altmõisa Guesthouse; F/M/A

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Wir nehmen uns am Morgen Zeit, die “baltischen Laubwiesen” (Wooded Meadows) bei Laetalu mit ihrer außerordentlich vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt (Schmetterlinge!) zu erkunden und setzen dann mit der Fähre über zur Insel Muhu, die mit der größeren Insel Saarema durch einen Damm und eine Brücke verbunden ist. An dieser Verbindung legen wir einen Beobachtungsstopp ein und halten Ausschau nach Wasservögeln. Vielleicht sehen wir auch einen Seeadler. Auf unserer Weiterfahrt zu unserer Unterkunft im Western der Insel legen wir noch einen Zwischenstopp beim Krater von Kaali ein, der vor etwa 7000 Jahren durch einen Meteoriteneinschlag entstand. – Loona Manor Guesthouse; F/M/A

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Die Flora und auch die Insektenwelt im Viidumäe-Schutzgebiet ist extrem artenreich. Wir witmen uns vor allem der Vegetation der “Alvar Meadows” auf flachgründigem Böden mit Kalkuntergrund, die einen hohen Anteil von Moosen aufweisen. Hier findet man oft das Sonnenröschen und die Silberdistel. Auch die “Wooded Meadows” des Gebietes sind einen Besuch wert.

Ornithologisch interessant ist das Gebiet vornehmlich für Waldvögel: Tannenhäher und Zwergschnäpper sieht man häufig.

Vom Aussichtsturm auf dem 54 Meter hohen Rauna Hill haben wir einen weiten Blick auf die umliegenden Wälder.

Nachmittags unternehmen wir eine Bootsfahrt entlang der Küste der Papissaare-Halbinsel im Vilsandi National Park, während der wir sicherlich von neugierigen Kegelrobben begrüßt werden. 

– Loona Manor Guesthouse; F/M/A

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Die Exkursionen auf der nach Süden herausragenden Halbinsel sind sehr abwechslungsreich. Zuerst botanisieren wir im Viieristi-Naturschutzgebiet und fahren dann weiter zur äußersten, sehr schmalen Landzunge beim Sörve-Leuchtturm. An der Westküste der Halbinsel besuchen wir zwei geologische Aufschlüsse mit fossilreichen Schichten aus dem Zeitalter des Silurs. Im Gebiet der Järve-Dünen gilt wieder der Flora unser Hauptinteresse.

Spektakuläres erhoffen wir uns im Loode-Eichenwald bei Kuressare an der Südküste von Saarema. Dieser von alten Eichen dominierten Wooded Meadow ist bekannt für seinen Reichtum an Orchideen.

Doch auch am heutigen Tage kommen ornithologische Beobachtungen kommen nicht zu kurz!

Bevor wir zu unserer Unterkunft  zurückfahren machen wir eine kleine Besichtigungstour durch Kuressare mit seiner mittelalterlichen Bischofsburg.

– Loona Manor Guesthouse; F/M/A

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Bevor wir zur Nachbarinsel Hiiumaa übersetzen, besuchen wir noch die Steilküste bei Panga und schauen uns die dortigen fossilreichen Kalksteine an.

Auf Hiiumaa erkunden wir die Kõpu-Halbinsel. Moorgebiete auf kalkreichem Untergrund beherbergen eine spezielle Vegetation. Wir erkunden das Gebiet auf dem Rebastemäe-Naturpfad, der zu einer Beobachtungsplattform führt.

Der 37 m hohe Kõpu-Leuchtturm gewährt einen grandiosen Rundblick über die Halbinsel.

Nach einem kräftigen Mittagessen auf einer Farm besichtigen wir eine Wollfabrik und fahren dann weiter zu unserer Unterkunft auf der Kassari-(Halb-)Insel. Nach dem Einchecken haben wir sicher noch Gelegenheit zur Erkundung des Sääre tirps, einer sehr schmalen, weit ins Meer hinausragenen  Landzunge. 

– Kassari Puhkekeskus; F/M/A

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Die Kassari-Insel ist mit einem Damm mit der Hauptinsel verbunden. In der Kaina-Bucht erkunden wir die Alvar und Wooded Meadows sowie Wachholderhaine. Dieses Gebiet ist eine Top-Adresse für Ornithologen, denn man kann viele an Wasserhabitate gebundene Arten beobachten, u.a. sechs Seeschwalbenarten. – Kassari Puhkekeskus; F/M/A

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Wir machen nach dem Übersetzen aufs Festland einen Besichtigungsstopp in Haapsalu und erreichen Tallinn am Nachmittag. Der restliche Tag steht zu freien Verfügung. Die Tallinner Altstadt, die seit 1997 UNESCO Weltkulturerbe ist, ist fußläufig zu erreichen. Einige der Gebäude des gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtkerns stammen aus dem 15. Jahrhundert. – PK Ilmarine Hotel , F/M/A

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Sie reisen auf eigene Faust nach Hause. Wir sind bei der Organisation des Transportes zum Flughafen behilflich.

Foto Ulrike Wizisk

Wichtige Daten zu Ihrer Reise

Termin: 08.06.-18.06.2018 (11 Tage) + ggf. zusätzliche Tage für die An-/Rückreise

Teilnehmerzahl: 10-15
Teilnehmerzahlen 7 oder 8 sind nicht möglich!

Anmeldeschluss: 01.04.2018

REISEPREIS ab/bis Tallin pro Person im Doppelzimmer: 2180,- €
Einzelzimmerzuschlag: 270,- €

Die Reise kann mit 9 Teilnehmern zum Preis von 2350,- € durchgeführt werden.
Eine Durchführung mit 7 oder 8 Teilnehmern ist nicht möglich (Fahrzeugkosten zu hoch!).
Die Reise kann mit 6 Teilnehmern (kleineres Fahrzeug!) zum Preis von 2490,- € durchgeführt werden.
TERRA UNICA wird Ihnen ggf. ein entsprechendes Angebot unterbreiten.

Bitte wichtige Hinweise beachten!

Die “Natur im Ganzen” ist Thema dieser Reise. Wir erleben die unterschiedlichen Landschaften, beobachten Vögel und Säugetiere, beschäftigen uns mit der Insektenwelt und botanisieren.

Die Exkursionen finden im flachen Gelände statt, das Gehtempo ist langsam. Oft verweilen wir länger an einem Ort, um intensiv zu beobachten. Allerdings geht es oft “über Stock und Stein” und auch häufig über feuchten Untergrund, weshalb wasserdichte Wanderschuhe (Gummistiefel sind nicht nötig) angeraten sind. Die Tour beinhaltet einige (kurze) Fährfahrten.

Das “Mückenproblem” ist während der Reisezeit nicht so groß wie von vielen Kunden befürchtet!

Die Reise ist nicht für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet.

Das Klima in Estland ist geprägt durch die nördliche Lage, wird aber von maritimen Einflüssen etwas “abgemildert”. Die Sommer sind relativ warm, die Winter kalt und lang. Im Sommer liegt das Temperaturmittel bei um 20°C, aber es gibt durchaus auch Tage, an denen es richtig “heiß” wird. Im Winter liegen die Temperaturen meist zwischen -3°C und -6°C, aber es kann auch mal unter -25°C kalt werden. Niederschläge verteilen sind über das ganze Jahr, der meiste Regen fällt von Juli bis September. Im Winter kann es ergiebig schneien.

Diese Reise: Oft ist es im Juni schon sommerlich warm, aber vielleicht auch wechselhaft und kühl; Regen ist möglich.

Die fachkundige, lokale Reiseleitung übernimmt Peeter Vissak. Er hat seit seiner Jugend sich mit der Vogelbeobachtung beschäftig. Später bei an der Uni stand dann die Botanik im Vordergrund. Im Berufsleben und auch ehrenamtlich arbeitete er in diversen Schutzgebieten u.a. mit Kartierungen und Bestandserfassungen im Matsalu National Park. Heute ist er ein gefragter Naturführer. Außerdem ist er ein passionierter Fotograf.

Peeter spricht englisch. Die deutschsprachige Reise Reisebegleitung übernimmt Ulrike Wizisk von TERRA UNICA.

Bitte wichtige Hinweise zur Reiseleitung beachten!

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Reiseleitung wie oben beschrieben

Fahrten und Transfers wie im Reiseverlauf beschrieben (19-Sitzer-Kleinbus)

Unterkünfte wie im Reiseverlauf angegeben (Für ausführlichere Informationen Stichpunkt „Unterkünfte“ anklicken)

Mahlzeiten wie im Reiseverlauf beschrieben (F = Frühstück, M = Mittagessen, A = Abendessen), ggf. einzelne Mahlzeiten als Picknick; bei dieser Reise fast durchgehend “Vollpension”

Exkursionen und Safaris wie im Tourverlauf beschrieben (außer optionale)

Eintrittspreise und Gebühren (außer optionale)

TERRA-UNICA-REISELEITFADEN

Checkliste zum Eintragen der beobachteten Tierarten

Alle Preisangaben für nicht von TERRA UNICA angebotene Leistungen ohne Gewähr!

Anreise nach Tallin (siehe dazu unter „Infos zur Anreise“)

ggf. am Flughafen zu entrichtende Gebühren: zurzeit keine

Getränke und ggf. zusätzliche Mahlzeiten

Trinkgelder (Selbstverständlich sind Trinkgelder freiwillig, aber doch üblich für die vielen kleinen Gefälligkeiten; “Faustregel”: mindestens 3,- € pro Tag pro Guide, für alle anderen ggf. etwas weniger)

Kosten für optionale Aktivitäten, also solche mit dem Hinweis „Möglichkeit zu …“, „Gelegenheit zu…“  „optional“

Foto- und Videogebühren: zurzeit keine

ggf. zusätzliche Hotelübernachtungen und Transferfahrten während der An- und Abreise (abhängig von Ihren Ankunfts-/Abreisezeiten)

Reiseversicherungen –  Der Terra-Unica-Partner in Estland verlangt den Nachweis einer Auslandskrankenversicherung

Infos zu Versicherungen

 

Flüge nach Tallin kosten meist um die 250,- € abhängig von der Fluggesellschaft, den Flugzeiten und dem Buchungszeitpunkt. (Preisangaben ohne Gewähr) [Bitte beachten: Extreme Billigangebote sind meist exklusiv Freigepäck!]

TERRA UNICA berät bei der Wahl der Anreise und ist ggf. bei der Buchung behilflich. Lesen Sie dazu die wichtigen Hinweise

Buchen Sie noch keine Tickets, bevor die Durchführung der Reise gesichert ist und Sie Informationen zum Treffen am Zielort erhalten haben!!!!!!!

Personalausweis (EU-Land); keine Impfungen vorgeschrieben

Ausführlichere Hinweise zu den Einreisebestimmungen erhalten Sie mit Ihren Anmelde- bzw. Buchungsunterlagen.

Die hier gemachten Angaben beruhen im Wesentlichen auf Invormationen des deutschen Auswärtigen Amtes. Angaben ohne Gewähr.

Estland ist eines der sichersten Reiseländer überhaupt. Das deutsche Auswärtige Amt macht keinerlei Angaben über Gefährdungen durch Terrorismus bzw. erhöhter Kriminalität. “Kleinkriminalität” (z.B. Handtaschendiebstahl) gibt es vor allem in Tallinn.

Ausführlichere Informationen unter www.auswaertiges-amt.de.

Die Unterkünfte dieser Reise:

Alle Hotels dieser Tour sind gute Mittelklasse- Hotels, die überwiegend auch gehobenen Ansprüchen gerecht werden.


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In Tallin übernachten wir am Anfang der Reise im Bern Hotel inmitten der Altstadt, was Ihnen Gelegenheit zur Stadtbesichtung auf eigene Faust gibt. Das PK Illmarine Hotel, das wir am Ende der Tour nutzen, liegt etwas außerhalb, aber auch von hier ist die Altstadt mit einerm kurzen Fußweg zu erreichen.


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Das Nelja Kuninga Hotell in Paide liegt im Zentrum des kleinen Ortes unweit den Resten eine mittelalterlichen Ordensburg.


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Das Rannahotell in Pärnu ist nur eine Gehminute vom Badestrand entfernt.


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Im riedgedeckten, gemütlich eingerichten Altmõisa Guesthouse wohnen Sie inmitten der Natur!


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Das Loona Manor Guesthouse auf Saaremaa wird für drei Nächte unser Zuhause sein. Es ist ein ehemaliges Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert und umgeben von einem parkähnlichen Garten. Es liegt im Westen der Insel am Rande das Vilsandi N.P.


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Die Ferienanlage Kassari Puhkekeskus auf Hiiumaa (Kassari-Halbinsel) ist rustikal, aber dennoch sehr komfortabel und liegt „in der Natur“.


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Bitte wichtige Hinweise zu Unterkünften beachten!

Ein Abschluss einer Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption und einer Reiserücktrittsversicherung ist dringend anzuraten!!

TERRA UNICA vermittelt diese Versicherungen über Travelsecure (Würzburger Versicherungs-AG) – günstig online abzuschließen! – Button links anklicken, dann gelangen Sie direkt zum Tarifrechner.

Wenn Sie nicht selbst im Internet buchen können, ist TERRA UNICA gerne behilflich.