Bulgariens südliche Bergwelt

Westliche Rhodopen

Foto Dimiter Georgiev


Reise-Code: BUL20

Reisethema: Erlebte Landschaft (Gruppenpauschalreise)

  

15.06. – 30.06.2020 (16 Tage) + ggf. Tage für An- und Rückreise

ab 1990,- €

Nationalpark Rila ♦ Kerikinisee (GR) ♦ Slavyanka-Berge ♦ Nationalpark Pirin ♦ Rhodopen ♦ Artenreiche Fauna mit zahlreichen Balkan-Endemiten ♦ viele Schmetterlinge ♦ Vogelbeobachtung ♦ kulturelle Sehenswürdigkeiten


Diese 2-wöchige Reise durch die frühsommerliche Bergwelt Südwest-Bulgariens verspricht zahlreiche Highlights für Ornithologen, Schmetterlingsfreunde und Botaniker – oder einfach Liebhaber noch weitgehend unberührter, großartiger Gebirgslandschaften mit herrlichen Panoramen. Die Besichtigung einiger historischer Stätten – von der Antike über das Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert – runden den Eindruck von unserem Gastland ab. Unter den besuchten Lokalitäten befinden sich zwei der drei bulgarischen Nationalparks (Pirin und Rila), mehrere Naturparks, RAMSAR- und NATURA-2000-Schutzgebiete, sowie einige UNESCO Kultur- und Naturerbestätten (z.B. Rila-Kloster, Pirin-Nationalpark). Ein Abstecher zum Kerkini-See im benachbarten Griechenland bietet vor allem den Vogelfreunden ein erstklassiges Beobachtungsfeld.

Auf unseren Naturexkursionen genießen wir grandiose Ausblicke, botanisieren und erkunden die Fauna. Gemeinsam beobachten und bestimmen wir Pflanzen, Insekten, Vögel, Reptilien u.v.m.– sprich alles, was uns am Wegesrand begegnet. Der lokale, fachkundige Reiseleiter zeigt und erklärt uns die charakteristischen Elemente der betreffenden Lebensräume. Natürlich legen wir Wert darauf, seltene und endemische Arten zu finden. Echte Endemiten für Bulgarien gibt es allerdings sowohl in der Pflanzenwelt als auch in der Tierwelt kaum, es handelt sich i.d.R. um „Balkan-Endemiten“, die auf eine bestimmte, teilweise sehr begrenzte Region beschränkt sind, sich aber eben nicht an Staatsgrenzen halten.

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 Gletschersee im Pirin-Nationalpark – Foto Dimiter Georgiev

Wohin wir fahren - die Hauptreiseziele

Der 1992 gegründete Rila-Nationalpark ist nicht nur der größte Nationalpark Bulgariens, sondern einer der größten und bedeutendsten Schutzgebiete Europas. Im Westen grenzt er an den Naturpark Rila-Kloster. Den höchsten Punkt des gleichnamigen Gebirges, das sich steil über seine Umgebung erhebt, bildet der Musala mit 2925 m, der auch der höchste Gipfel der Balkanhalbinsel ist. Mehrere lange, tiefe Täler durchschneiden den Gebirgszug. Etwa ca. 120 Karseen liegen innerhalb der Hochgebirgslandschaft überwiegend oberhalb der Baumgrenze. Sie sind glazialen Ursprungs und führen teilweise in den Sommermonaten permanent Wasser, teilweise nur nach der Schneeschmelze im Frühjahr.

Erwähnenswert sind die Bergkieferhabitate (mit „Krüppelkiefern“, „Latschenkiefern“) im Bereich der Baumgrenze mit vielen seltenen, teils endemischen Pflanzen und Eiszeitrelikten. Ansonsten bedeckt Bergmischwald ca. zwei Drittel des Nationalparks. Aufgrund des Reliefs mit großen Höhenunterschieden ist die Artenvielfalt groß, z.B. ungefähr 1400 Gefäßpflanzen und 280 Moosen. Die Tierwelt ist vertreten mit 48 Säugetierarten, 99 Vogelarten, 20 Arten von Reptilien und Amphibien, sowie fünf Fischarten. Unter den knapp 3000 Wirbellosen sind fast ein Zehntel endemisch.

Unter den Schmetterlingen sind die vielen Arten der alpinen Zone interessant. So kommen hier 13 der 14 Arten von Mohrenfaltern (Erebia) vor, darunter der Graubraune Mohrenfalter (Erebia pandrose), der in den alpinen Matten über 2300 m häufig ist. Dazu kommen einige auf große Höhen spezialisierte Perlmutter- und Scheckenfalter (z.B. Alpenmatten-Perlmuttfalter – Boloria pales, Veilchen-Scheckenfalter – Euphydryas cynthia). Für die tieferen Lagen sind der Balkan-Gelbling (Colias caucasica) und viele der Arten aus der Gruppe der Bläulinge und Feuerfalter zu nennen. Der Ideas-Bläuling ist in Zwerginsterbeständen teilweise recht häufig anzutreffen. In den Wäldern trifft man auf den Großen Eisvogel und den Silberfleck-/Veilchen-Perlmuttfalter (Boloria euphrosyne), in Feuchtgebieten manchmal auf den seltenen Braunfleckigen Perlmuttfalter (Boloria selene).

Mit einer Oberfläche von ca. 37000 km² ist der Kerkini-See der drittgrößte Stausee Griechenlands. Das gebirgige Westufer grenzt unmittelbar an die östlichen Ausläufer des Mavrovouni (1179 m), während Nord-, Ost- und Südufer durch flache Feuchtgebiete geprägt sind. Die etwa 140 Vogelarten, die auf und um den See leben, machen ihn zu einem ornithologischen Hotspot. Im Winter und zur Zugzeit sind weitere 170 Arten nachgewiesen. Viele Vogelbegeisterte kommen insbesondere hierher, um Krauskopfpelikane zu beobachten und zu fotografieren. Wir werden zur Brutzeit das Gebiet besuchen und erwarten außer den Pelikanen weitere attraktive Arten, wie Weiß- und Schwarzstorch, Rosaflamingo, Purpurreiher, Rallenreiher, Löffler, Weißbart- und Trauerseeschwalben sowie viele Rohrsänger in den Schilfhabitaten. Der Kerkini-See und seine Umgebung sind ein Ramsar-Schutzgebiet, also ein Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung.

Die Slavyanka-Berge (griechisch: Orvilos) an der Grenze zwischen Bulgarien und Griechenland bilden ein Plateau mit steilen Hängen, dessen höchster Punkt der Gotsev Vrah (2212 m) ist. Sie bestehen überwiegend aus Kalkstein, und die ausgeprägte Karstlandschaft ist durch zahlreiche Höhlen gekennzeichnet. Die Vegetation zeigt starke mediterrane Einflüsse. Das Klima hier ist hier milder als in den benachbarten Gebirgslandschaften. In den höheren Lagen (über 1800 m) findet sich das größte Vorkommen von Schlangenhautkiefern auf dem Balkan. Ansonsten ist die Schwarzkiefer weit verbreitet. Die Fauna umfasst ebenfalls viele Arten, die vornehmlich im mediterranen Raum verbreitet sind, wie z.B. die Europäische Katzennatter. Interessant ist der Reichtum bei den Schnecken: 44 Arten sind nachgewiesen. Ornithologen sollten hier nach Wespenbussard und Schlangenadler Ausschau halten. Für Schmetterlingsfreunde ist die Region ein richtiges „El Dorado“ mit interessanten Arten wie Apollofalter, Pieris ergane (Mountain Small White, ein Weißling), Nierenfleck-Zipfelfalter, Kleiner Schlehen-Zipfelfalter, Dukatenfalter, Violetter Feuerfalter, vielen Bläulingen (z.B. Cupido decoloratus – Eastern Short-tailed Blue, Plebejus argyrognomon – Reverdine’s Blue, Polyommatus ripartii – Ripart’s Anomalous  Blue, Polyommatus nephohiptamenus – Higgins’s Anomalous  Blue, Polyommatus daphnis – Zahnflügel-Bläuling), Zürgel-baumfalter, Kardinal, Großer Waldportier,  Mittelmeer-Waldportier und  Weißer Waldportier.

Der mehr als 400 km2 große Pirin-Nationalpark befindet sich im nördlichsten Abschnitt der gleichnamigen vornehmlich aus Silikatgestein (Granit) aufgebauten Bergkette. Kleinere Areale bestehen aus Marmor, so auch die größte Erhebung, der 2914 m hohe Vihren. Geografisch wird das Gebirge durch drei Höhenzuge („Sättel“) in einen nördlichen, südlichen und zentralen Teil aufgeteilt.  Mit den vielen Gipfeln über 2700 m hat der nördliche Teil des Nationalparks in weiten Teilen Hochgebirgscharakter, während der zentrale und vor allem der südliche Teil nicht so große Höhen erreicht.

Wegen seiner noch unberührten Landschaft und des Artenreichtums ist der Pirin-Nationalpark Bestandteil des UNESCO Weltnaturerbe, des EU-Naturschutzprogramms NATURA 2000 und gilt außerdem als wichtiges Vogelschutzgebiet (Important Bird Area).

Mehr als 100 permanente Gletscherseen, sowie die zwei südlichsten Gletscher Europas zeugen von der letzten Eiszeit. Ansonsten sind etwa 60% der Parkoberfläche von Wald bedeckt, wobei ca. 1/3 des Bestands über 140 Jahre alt ist. In den tieferen Lagen bis 1400 m wächst ein Buchen-Tannen-Mischwald, dann folgt bis etwa 1800 ein Tannen-Fichten-Wald, darüber bis zur Baumgrenze bei 2200 gedeihen nur noch Kiefern, Fichten und Föhren, die dann in alpine Matten (Grasland) und schließlich in vegetationslose Geröll- und Steinbiotope übergehen. Die Flora (mit vielen Endemiten, wie z.B. die Glockenblume Campanula velebitica) gehört etwa zu gleichen Teilen der sub-mediterranen und der borealen Region an.

Braunbär, Wolf, Wildkatze, Baummarder und Gämsen leben in dem Gebiet, werden aber nur selten gesichtet. Unter den ca. 160 nachgewiesenen Vogelarten sind Hochgebirgsarten vertreten (z.B. Alpendohlen) und viele Arten des borealen Nadelwalds (z.B. Tannenhäher, Tannenmeise und Fichtenkreuzschnabel). In tieferen Lagen trifft man auf Bienenfresser und Wiedehopf.

Unter den etwa 450 Schmetterlingsarten sind in hohen Lagen die Mohrenfalter auffällig, am häufigsten ist wohl Erebia euryale. Interessant für Schmetterlingsfreunde ist der südliche der Teil der Pirinberge, der sich durch geringere Höhen auszeichnet (überall unter 2000 m) und deutlich mediterranen Einfluss zeigt. Hier fliegt an trockenen, steinigen Hängen in Höhen ab 900 m Pseudochazara orestes, ein Augenfalter, der nur im Piringebirge und im Nordosten Griechenlands vorkommt. In ähnlichen Habitaten fliegen Euchloe penia (Eastern Greenish Black-tip, ein Gelbling), Anthocharis gruneri (Grüner’s orange tip, ähnlich Aurorafalter) und Agrodiaetus aroaniensis (Grecian anomalous blue, ein brauner Bläuling). Zu den attraktiven, großen Falter der südlichen Pirin-Region zählen u.a. Balkan-Osterluzeifalter, Schwarzer Apollo, Blauschwarzer Eisvogel und Kardinal.

Die Rhodopen sind ein bewaldetes Rumpfgebirge, das sich bis über die Grenze nach Griechenland ausdehnt, in dem noch eine stattliche Anzahl von Bären und Wölfen lebt. Der höchste Gipfel ist der Goljam Perelik (2191 m) ist. In der Region gibt es mehrere Naturreservate zum Schutz des ausgedehntesten Nadelwalds der Balkanhalbinsel, sowie eines dichten Netzwerks von Gebirgsbächen und -flüssen.

Die dicht bewaldeten West-Rhodopen sind durch Karstgebiete mit Höhlen, tief eingeschnittenen Schluchten und auffälligen Felsformationen geprägt; zu den eindrucksvollsten gehören die Trigrad-Schlucht und die „Wunderbaren Brücken“ – durch Erosion entstandene Bögen aus Karbonatgestein.

Die niedrigeren Ost-Rhodopen sind besonders bekannt für ihren Reichtum an warmen, mineralhaltigen Quellen und einer Vielzahl an Greifvögeln – fast sämtliche in Europa vorkommende Arten nisten hier an den Felsen und in den Wäldern, darunter Schmutzgeier und der seltene Mönchsgeier.

Insbesondere die Kalkgebiete der Rhodopen sind reich an Schmetterlingen, wobei neben Apollofalter und einigen (seltenen) Weiß- und Gelblingen die große Artenvielfalt unter den Bläulingen  sowie bei den Perlmutter- und Scheckenfaltern auffällt.

Der Überblick über die Exkursionsgebiete („Hauptreiseziele“) soll einen Eindruck von den Naturräumen geben, die wir bereisen. Wir werden natürlich nicht alles sehen und auch nicht immer alle Habitate in den jeweiligen Gebieten besuchen. Genaueres steht im weiter unten aufgeführten Reiseverlauf, in dem auch zusätzlich („kleinere“) Lokalitäten beschrieben sind.

 Gänsegeier – Foto Dimiter Georgiev

Was wir sehen möchten - unsere Zielarten

In Bulgarien lebt eine stattlich Anzahl an Bären und Wölfen, die aber recht heimlich leben und somit selten gesichtet werden. Vielleicht finden wir Spuren!

Auch Beobachtungen von anderen großen Säugetieren sind während der Reise kaum zu erwarten, mit Ausnahme der Balkan-Gämse, auf die wir im Pirin-Nationalpark eine gute Chance haben.

In den Rila-Bergen werden wir Ziesel beobachten.

Vogelbeobachtungen sind immer ein wichtiger Bestandteil einer TERRA-UNICA-Naturreise. Diese Reise unter dem Motto „Erlebte Landschaft“ ist keine ausgesprochene Orni-Reise, wie werden aber dennoch viele „attraktive“ Vogelarten beobachten können.

[Die meisten rein ornithologisch Interessierten reisen nach Bulgarien zur Zugzeit, wenn Massen an Vögeln zu sehen sind. Ein besonderer Birding-Hotspot ist auch das Donaudelta, das aber nicht Thema dieser Reise in die Bergwelt ist.]

Unser Frühsommerreise fällt in die Brutzeit der Vögel, was die Beobachtungen einerseits begünstigen kann (hohe Aktivität bei der Fütterung der Jungvögel), manchmal aber auch zum Nachtteil ist (heimliche, scheue Lebensweise, viele Vögel sitzen auf den Eiern).

Wir besuchen „wilde“ Berglandschaften mit ausgedehnten Wäldern und schroffen Felsen, die immer „gut“ für Falken- und Greifvogelbeobachtungen sind. Viele „begehrte“ Arten kommen in Bulgarien vor: Östlicher Kaiseradler, Steinadler, Zwergadler, Schlangenadler, Schreiadler und Sakerfalke sind Bewohner der höheren Berge, während in tieferen Lagen Alderbussard, Kurzfangsperber, Rotfußfalke, Wiesenweihe, Wespenbussard, Schmutzgeier, Mönchs- und Gänsegeier vorkommen.

Bekannt ist Bulgarien für seine große Population von Wiedehopf und Blauracke.

Unter den „Kleinvögeln“ sind Trauemeise, Maskenwürger, Schwarzstirnwürger, Halbringschnäpper, Kappenammer, Zippammer, Isabellschmätzer, Mittelmeersteinschmätzer, Maurensteinschmätzer, Felsenkleiber und Steinsperling besonders erwähnenswert. Ein Vogel der Felswände ist der Mauerläufer.

Vornehmlich in den Wäldern leben zahlreiche Eulenarten: Uhu, Habichtskauz, Zwergohreule, Sperlingskauz und Raufußkauz. Ebenso sind Spechte mit vielen Arten vertreten: Schwarz-, Mittel-, Bunt- und Kleinspecht sind in fast allen Waldtypen recht zahlreich. Der Dreizehenspecht liebt die höheren Lagen. Der Weißrückenspecht und der Blutspecht kommen eher in offenen Landschaften vor. Weitere interessante Waldarten sind Tannenhäher und Haubenmeise.

Wasservögel werden uns hauptsächlich bei unserem Abstecher nach Griechenland zum Kerkinisee begegnen, dort sind die Krauskopfpelikane unsere „Hauptzielart“.

Genauere Angaben zu den an den verschiedenen Lokalitäten zu erwartenden Vogelarten finden Sie bei der Beschreibung der Hauptreiseziele und im Reiseverlauf!

Die wechselwarmen Tiere bevorzugen naturgemäß eher warme Habiate und sind weniger in den Hauptexkursionsgebieten dieser Reise zu finden, die ja überwiegend im höheren Bergland liegen. Aber trotzdem werden uns einige Arten begegenen. Hier ein kleiner Überblick über in Bulgarien heimische Arten.

Zurzeit sind 20 Arten von Amphibien aus Bulgarien beschrieben. Darunter sind sechs Molcharten und der Feuersalamander.  Die restlichen sind Froschlurche, darunter die Gelbbauchunke (Bombina variegata) und – nur in den tieferen Lagen – die Rotbauchunke (Bombina bombina). Neben der „normalen“  Knoblauchkröte (Pelobates fuscus) kommt auch ihre östliche Verwandte, die Syrische Schaufelkröte (Pelobates syriacus) vor. Erdkröten (Bufo bufo) und Wechselkröten (Pseudepidalea viridis) sind weit verbreitet. Neben dem Europäische Laubfrosch (Hyla arborea) findent man in Bulgarien auch seinen östlichen Verwandten (Hyla orientalis). Weitere Froscharten sind Springfrosch (Rana dalmatina), Griechischer Frosch (Rana graeca, eine Art der Gebirgsflüsse und -bäche), See- und Teichfrosch (Pelophylax ridibundus, P. esculenta; „Grünfrösche“) und Grasfrosch (Rana temporaria, nur in den Bergen)

Reptilien sind in einer etwas größeren Artenvielfalt vertreten:  39 Spezies, darunter zwei Meereschildkröten (selten).  Unter den Schildkröten ist die in Bulgarien noch häufig anzutreffende Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) erwähnenswert und auch die ebenfalls in Feuchtgebieten lebende Westkaspische Schildkröte (Mauremys rivulata). In warmen terrestrischen Habitaten trifft man auf die Maurische und die Griechische Lanschildkröte (Testudo graeca, T. hermanni).
Unter den Echsen sind einige „exotische“ Arten zu verzeichnen: Ägäischer Nacktfinger (Mediodactylus kotschyi, ein Gecko), Scheltopusik (Pseudopus apodus), Johannisechse (Ablepharus kitaibelii; ein Skink), Kaukasische Wieseneidechse (Darevskia praticola). Besonders attraktive Arten sind Riesen-und Östliche Smaragdeidechse (Lacerta trilineata. L. viridis).
Bei den Schlangen ist sicherlich eine der interessantesten die Sandboa (Eryx jaculus), eine bis 80 cm große Würgeschlange. Im Allgemeinen sieht man Schlangen auf Exkursionen nur recht selten. In Feuchtgebieten hat man Chancen auf Ringelnatter (Natrix natrix) und Würfelnatter (Natrix tessellata). Schlanknattern (Platyceps najadum) leben oft in Ruinen und Weinbergen und können bis 140 cm lang sein.  Noch größer, bis 2 m, kann die Äskulapnatter (Zamenis longissimus) werden. Eine sehr hübsche Zeichung zeigt die Leopardnatter (Zamenis situla). Es gibt auch Giftschlangen: Europäische Hornotter (Vipera ammodytes)  und Kreuztotter (Vipera berus).

Um 210 Schmetterlingsarten sind für Bulgarien nachgewiesen, was eine stattliche Zahl für ein so kleines Land ist.  Diese Artenvielfalt ist begründet im Relief des Landes mit großen Höhenunterschieden und damit auf kleinem Raum wechselnden Klimazonen. Auch die geologische Situation (z.B. Kalkstein- und Granit-Untergrund mit jeweils charakteristischer Flora) und die geografische Lage (z.T. kontinentale Bedingungen, z.T. mediterraner Einfluss).

Jeder Naturfreund ist in Bulgarien begeistert von der Vielfalt und Häufigkeit an Schmetterlingen, darunter attraktive Arten wie Osterluzeifalter, Apollo, Segelfalter, Schillerfalter, Waldportier (mehrere Arten), viele Schecken- und Perlmutterfalter und eine größe Fülle an Bläulingen.

Interessant für Schmetterlingsexperten sind die vielen Balkanendemiten, die z.T. nur kleine Verbreitungsgebiete haben:
[Alle Verbreitungsangaben im Folgenden nur für Bulgarien]
 

Balkan-Gelbling – Balkan Clouded Yellow (Colias caucasica) [z.B. Rila-Gebirge]

Grecian Anomalous Blue (Polyommatus aroaniensis); ein Bläuling [in Bulgarien nur im Slavyanka-Gebirge nahe der griechischen Grenze]

Higgin’s Anomalous Blue (Polyommatus nephohiptamenos); ein Bläuling [in Kalkgebirgen, z.B. Pirin-Berge]

Kolev’s Anomalous Blue (Polyommatus orphicus); ein Bläuling [sehr lokal in steinigen Habitaten der Kalkgebiete in den Rhodopen]

Bulgarian Ringlet (Erebia orientalis), früher Unterart von Mountain Ringlet (Erebia epiphron); ein Mohrenfalter [fast endemisch für Bulgarien; sehr lokal oberhalb von 1900m in subalpinen und alpinen Grashabitaten, Rila- und Pirin-Berge]

Nicholl’s Ringlet (Erebia rhodopensis); ein Mohrenfalter [sehr lokal häufig auf alpinen Matten, Rila- und Pirin-Berge]

Dil’s Grayling (Pseudochazara orestes); ein Augenfalter [in Bulgarien nur auf südexponierten, fast vegetationslosem Marmor bis 900 m in den südlichen Pirin-Bergen]

Die folgenden Arten sind keine speziellen Balkanendemiten, kommen in Europa aber nur im Balkan vor, sind aber weiter nach Asien verbreitet.

Balkan-Osterluzeifalter – Eastern Festoon (Zerynthia cerisy) [tiefere Lagen, teilweise häufig]

Krueper’s Small White (Pieris krueperi), ein Weißlling [sehr lokal im südlichen Bulgarien, heiße, steinige Habitate bis 1000 m mit Alyssum (Steinkraut).

Small Bath White (Pontia chloridice), ein Weißling [sehr lokal und selten im südlichen Bulgarien, „heiße“ Steinhabitate in Flusstälern]

Eastern Greenish Black-tip (Euchloe penia); ein Weißling [sehr selten in Bulgarien, steinige Hänge im südlichen Pirin-Gebirge

Östlicher Aurorafalter – Grüner’s Orange-tip (Anthocharis gruneri) [extremer Südwesten]

Powdered Brimstone (Gonepteryx farinosa); ein Zitronenfalter [extremer Südwesten, Struma-Tal; Larve lebt auf Christdorn – Paliurus spina-christi]

Grecian Copper (Lycaena ottomana); ein Feuerfalter [Schwarzmeerküste und warme Täler in den Ost-Rhodopen und im Struma-Tal]

Little Tiger Blue (Tarucus balkanicus); ein Bläuling mit „Zipfel“ [sehr lokal im offenen, trockenem Buschland mit Christdorn – Paliurus spina-christi]

Freyer’s Grayling (Hipparchia fatua); ein Augenfalter [SW-Bulgarien im Struma-Tal einschließlich Kresna-Schlucht, auch heiße, trockene Habitate in den östlichen Rhodopen und an der Schwarzmeerküste]

Weissband-Samtfalter – White-banded Grayling (Pseudochazara anthelea); ein Augenfalter [sehr lokal und selten in SW-Bulgarien auf heißen, tockenen, steilen steinigen Hängen]

Inky Skipper (Erynnis marloyi); ein Dickkopffalter [selten, lokal, Stuma-Tal bis Kresna-Schlucht; bekann für sein „hill-topping“.

 

Genauere Angaben zu den an den verschiedenen Lokalitäten zu erwartenden Schmetterlingsarten finden Sie bei der Beschreibung der Hauptreiseziele und im Reiseverlauf!

Die Vegetation Bulgariens ist sehr vielfältig in Abhängigkeit der vielen Höhenstufen vom Meeresspiegel bis zum Hochgebirge. Dazu kommt die geografische Lage zwischen Zentraleurope, Mittelmeerraum, pannonischem, pontischen und asiatischem Raum. Es sind tertiäre und eiszeitliche Relikte zu verzeichnen.

Viele Arten sind Balkanendemiten, 170 Arten sind nur auf Bulgarien beschränkt.  Die meisten endemischen Arten umfasst die Gattungen der Flockenblumen (Centaurea), Königskerzen (Verbascum), Hundskamillen und Leimkräuter (Anthemis).

Genauere Angaben zu den an den verschiedenen Lokalitäten zu erwartenden Vegetation finden Sie bei der Beschreibung der Hauptreiseziele und im Reiseverlauf!

 

 

Bitte beachten Sie, dass  hier (und im Reiseverlauf beschriebene Arten) Ihnen einen Eindruck von den Beobachtungsmöglichkeiten geben. Es gibt in der Regel noch viel mehr zu sehen. Andererseits kann TERRA UNICA natürlich keine Garantie geben, dass Sie die beschriebenen Arten auch wirklich alle finden werden.

Die Entwicklungen in der Natur sind immer von den Schwankungen innerhalb der Jahreszeiten abhänging (z.B. spätes Frühjahr, trockener Sommer).

Artenchecklisten, in die Sie Ihre Sichtungen und Pflanzenfunde eintragen können, bekommen Sie mit Ihren Reiseunterlagen, in der Regel ca. 4 Wochen vor der Reise.

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Rila-Kloster

Rila-Kloster – Foto Neophron

Tag für Tag - der Reiseverlauf

1.Tag (Mo, 15.6.2020): Die An-/Rückreise nach/von Sofia ist nicht Teil der TERRA-UNICA-Pauschalreise. Selbstverständlich werden Sie bei der Auswahl der Flugverbindung beraten und stellen auf Wunsch einen Kontakt zu einer Agentur her, bei der Sie die Flüge buchen können. Lesen Sie dazu „Infos zur Anreise“ unter den Daten zu dieser Reise.

Ihre Ankunft in Sofia kann im Laufe des ganzen Tages erfolgen. Nach Absprache organisieren wir den Transfer zum Hotel. Der Tag steht zur freien Verfügung. Abhängig von den Ankunftszeiten der Gäste ist ggf. eine Stadtrundfahrt oder Exkursion möglich (optional, Kosten exklusive). – Übernachtung in Sofia; Hotel kann aus organisatorischen Gründen erst reserviert werden, wenn die Durchführung der Reise feststeht; Mittelklasse; A

2.Tag (Di, 16.6.2020): Spätestens zum Frühstück trifft sich nun die ganze Gruppe. Der zu dem mittelalterlichen Rila-Kloster gehörende Naturpark ist unser erstes Ziel. Inmitten der Bergwelt des westlichen Rila-Gebirges, halten wir Ausschau u. a. nach Tannenhäher, Fichtenkreuzschnabel, Winter- und Sommergold­hähnchen, Weidenmeise, Fahlsegler und Schwarzspecht. Natürlich schauen wir nach Wildblumen und „kümmern“ uns um die Insektenwelt. Unter den zu erwartenden Schmetterlingen sind besonders Großer Eisvogel, Großer Waldportier und Heilziest-Dickkopffalter zu nennen. Auch ein Besuch des Klosters, das mit seinen großartigen Wand­malereien und Ikonen zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, steht auf dem Programm. Am Nachmittag Weiterfahrt nach Melnik. – Fahrtstrecke: ca. 300 km, ca. 4 ½ Std.; Hotel Bolyarka in Melnik; F/M/A

3.Tag (Mi, 17.6.2020): Der Kerkini-Stausee in Nordgriechenland ist ein Paradies für Naturliebhaber im Allgemeinen und für Ornithologen im Besonderen. Wir hoffen auf Moorente, Zwergscharbe, Krauskopf- und Rosapelikan, Rallen- und Purpurreiher, Sichler, Schrei- und Zwergadler, Schwarzmilan, Kurzfangsperber, Wiedehopf, Blauracke, Bienenfresser, Grau-, Mittel- und Blut­specht, Blaumerle, Maurensteinschmätzer, Östliche Orpheusgrasmücke, Rotkopf-, Schwarzstirn- und Maskenwürger, Kappenammer, Olivenspötter und Beutelmeise. Des Weiteren ist der See bekannt für seine Libellenfauna, darunter Blaue Orientjungfer, Kleines Granatauge, Südliche und Keilfleck-Mosaikjungfer, Schabrackenlibelle und Große Heidelibelle. Während einer 2-stündigen Bootsfahrt suchen wir die Brutkolonien verschiedener Wasservögel auf und genießen die entspannte Atmosphäre auf dem See. – Fahrtstrecke: ca. 140 km, 2½ Std.; Hotel Bolyarka in Melnik; F/M/A

4.Tag (Do,18.6.2020): Die Slavyanka-Berge sind eine der unberührtesten Gegenden Bulgariens und bekannt für ihre vielfältige Flora und Schmetterlingsfauna. Wir suchen nach Violettem Feuerfalter, Quendel-Ameisenbläuling, Geißklee-Bläuling und Zürgelbaumfalter. Libellen sind u.a. mit verschiedenen Quelljungfern vertreten (Cordulegaster bidentata, Cordulegaster heros). Adler- und Wespenbussard, Schlangenadler, Kalander-, Hauben- und Kurzzehenlerche, Rotkopfwürger und Steinsperling stehen bei den Ornithologen auf der Wunschliste und werden hier recht häufig gesichtet. Auf dem Rückweg besuchen wir das Roschen-Kloster, das größte Kloster Südwest-Bulgariens, und die pittoresken Erdpyramiden von Melnik. – Fahrtstrecke: ca. 100 km, ca. 2 ½ Std.; Hotel Bolyarka in Melnik; F/M/A

5.Tag (Fr, 19.6.2020): In den verschiedenen Habitaten der südlichen Pirinberge erwarten wir Schmetterlinge wie Roter Apollo, Dukaten­falter, Großer Sonnenröschen-Bläuling, Silbergrüner Bläuling, Brombeer-Perlmuttfalter und Weißkernauge. Die mehr ornithologisch interessierten Teilnehmer halten Ausschau nach Schlangenadler, Tannenhäher, Fichtenkreuzschnabel, Haubenmeise und Zippammer. Am Nach­mittag machen wir eine Tour durch das Städtchen Melnik – eine traditionelle Gebirgssiedlung, die zu einer Art Open-Air Handwerks- und Architekturmuseum umfunktioniert wurde. – ca. 30 – 50 km, Hotel Bolyarka in Melnik; F/M/A

6.Tag (Sa, 20.6.2020): Die Kresna-Schucht wurde von dem Struma-Fluss geschaffen, der nach Süden Richtung Griechenland fließt. Die Vegetation dieser Gegend ist stark vom Mittelmeer­ beeinflusst und umfasst Arten wie Terpentin-Pistazie, Feld-Mannstreu, Drüsenblättrige Kugeldistel, Goldquirl-Garbe, Einjährige Spreublume, Italienischer Natternkopf, Glockenblumen (z. B. Campanula scutellata), Judasbaum, Feige und Spiersträucher (z.B. Spiraea salicifolia).

Hier kommen einige Schmetterlingsarten vor, die man ansonsten in Bulgarien nicht findet, wie z.B. Pieris krueperi (Krueper’s small white, ein Weißling) und Maniola lupina (Oriental Meadow Brown, ein Augenfalter). Überhaupt ist die Schmetterlingsfauna überaus reichhaltig mit Balkan-Osterluzeifalter, Karst­weißling, Kleinem Wanderbläuling u.v.m.

Unter den hier vorkommenden Vögeln erwarten wir „begehrte“ Arten wie Gänsegeier, Schlangenadler, Kurzfangsperber, Mittel­specht, Pirol, Blaumerle, Maurensteinschmätzer, Balkanmeise und Zipp­ammer.

– Fahrtstrecke: ca. 150 km, 3 Std.; Hotel Andela in Yundola; F/M/A

7.Tag (So, 21.6.2020): Wir erkunden heute im Pirin-Nationalpark verschiedene Habitate wie Nadelwald, alpine Matten und auch die fast vegetationslose alpine Zone. Je nach Lokalität hoffen wir auf Steinadler, Alpendohle, Tannenhäher, Fichtenkreuzschnabel, Ringdrossel, Sommergoldhähnchen und Weidenmeise. Unter den Pflanzen finden sich mehrere, z.T. endemische Arten von Glockenblumen, Steinbrech, Seidelbast, Königskerzen, Flockenblumen, Primeln, Akelei, Veilchen und Kranzenzian. Die reiche Schmetterlingsfauna ist vertreten u.a. mit Apollofalter, Wundklee- und Zahnflügel-Bläuling. Außerdem besteht eine gute Chance die scheue Balkan-Gämse zu sichten. –  ca. 150 km, 3 Std.; Hotel Andela in Yundola; F/M/A

8.Tag (Mo, 22.6.2020):  In der Umgebung des Belmeken-Stausees im östlichen Rila-Nationalpark leben u. a. Haselhuhn, Schwarz- und Grauspecht, Hauben- und Weidenmeise, Bergpieper und Steinrötel. Wir besuchen eine Kolonie Europäischer Ziesel. Schmetterlingsfreunde kommen wieder auf ihre Kosten mit möglichen Arten wie Rotklee-Bläuling, Wachtelweizen-Scheckenfalter, Rotbraunes Wiesenvögelchen und Mohrenfalter. Ebenso vielfältig ist die Pflanzenwelt mit Sandrapunzeln, Leimkraut, Gewöhnlichem Katzenpfötchen, Enzian, Fingerhut, Trollblume, Berg-Nelkenwurz, Großer Wiesenknopf, Knabenkraut, Weißzüngel, Händelwurz, Pechnelke und Ährenheide. –  ca. 150 km, 3 Std.; Hotel Andela in Yundola; F/M/A

9.Tag (Di, 23.6.2020): Die Westlichen Rhodopen an der Grenze zwischen Bulgarien und Griechenland zeichnen sich durch pittoreske Berglandschaften und von Koniferen gesäumte, klare Gebirgsflüsse aus. Die letzteren sind ein bevorzugter Aufenthaltsort von Tannenhäher, Haubenmeise, Sommergoldhähnchen, Girlitz und verschiedenen Spechtarten; auch der Sperlingskauz ist hier zuhause. Die angrenzenden Bergwiesen bieten wieder ein weites Beobachtungfeld für Insekten und Wildblumen. – Fahrtstrecke: ca. 160 km; Hotel Andela in Yundola; F/M/A

10.Tag (Mi, 24.6.2020): Die Besapari-Berge in der Nähe der Stadt Pazardzhik bieten Vogelarten wie Adlerbussard, Wiesenweihe, Triel, Steinkauz, Kalander-, Kurzzehen- und Haubenlerche, Brachpieper, Isabellsteinschmätzer, Ortolan und Kappenammer einen Lebensraum, während Hufeisenklee-Gelbling, Östlicher Quendelbläuling, Himmelblauer Bläuling und Loreley-Dickkopffalter zu den hier vorkommenden Schmetterlingen gehören. – Fahrtstrecke: ca. 130 km, 2½ Std; Hotel Old Times in Assenovgrad; F/M/A 

11.Tag (Do, 25.6.2020): Das Dobrostan-Plateau in den Zentralen Rhodopen ist unser heutiges Ziel. Auf den von hohen Gipfeln gesäumten Bergwiesen gehen wir wieder auf Botanik- und Insektenexkursion (z. B. Kreuzdorn-Zipfelfalter). An den Berghängen sieht man gelegentlichen einen Steinadler entlang gleiten. Im offenen Buschland entdecken wir den Neuntöter. Auf dem Rückweg machen wir einen Stopp bei der mittelalterlichen Burgruine Asenova am Ufer des Flusses Chaya. –
Fahrstrecke: ca. 100 km, ca. 2 Std.; Hotel Old Times in Assenovgrad; F/M/A 

12.Tag (Fr, 26.6.2020): Am Morgen bestaunen wir die Umgebung des Dorfes Hvoyna in den zentralen Rhodopen die „Wunder­baren Brücken“, eine torbogenartige Gesteinsformation. Die umliegenden Bergwiesen bieten nochmals ein reiches Betätigungsfeld für Botaniker, Insektenfreunde und auch Ornithologen. Im Tal des Flusses Chaya, umgeben von den majetätischen Gipfeln der Rhodopen, liegt das Bachkovo-Kloster, das wir am Nachmittag besuchen. –
Fahrtstrecke ca. 90 km, 2 Std.; Hotel Old Times in Assenovgrad; F/M/A

13.Tag (Sa, 27.6.2020):  Im Eichenwald von Parvomay suchen wir nach Masken- und Rotkopfwürger, Kappenammer, Mittelspecht und Kernbeißer – und genießen die unberührte Natur dieses ehrwürdigen Gehölzes. Der Nachmittag ist einem Besuch der Altstadt von Plovdiv gewidmet, die mit ihren orthodoxen Kirchen und Gebäuden der römischen Antike einen Streifzug durch die bewegte Geschichte der Region verspricht. – Fahrtstrecke: ca. 50 km, 1 Std.; Hotel Old Times in Assenovgrad; F/M/A

14.Tag (So, 29.6.2020): Heutiges Tagesziel ist die historische Stadt Koprivshtitsa in den Sredna-Gora-Bergen. Mit ihren kopfstein­gepflasterten Straßen, bunt angestrichenen Häusern und pittoresken Dachgeschossen gilt sie als eine Art architektonisches Open-Air-Museum. In den Feuchtgebieten der Umgebung suchen wir ein letztes Mal nach bisher „verpasster“ Flora und Fauna – und hoffen auf den Wachtelkönig! – Fahrtstrecke: ca. 130 km, 2 Std.; Übernachtung in Koprivshtitsa; F/M/A

15.Tag (Mo, 03.06.2019): Nach einem letzten Rundgang durch die malerischen Straßen und Gassen von Koprivshtitsa machen wir uns auf den Rückweg nach Sofia. Hier haben wir noch einmal Gelegenheit etwas mehr über unser Gastland der letzten zwei Wochen zu erfahren, z.B. mit einem Besuch des Nationalmuseums, dass sich durch seine bedeutenden Sammlungen aus prähistorischer Zeit bis zur Moderne auszeichnet. – Fahrtstrecke: ca. 120 km, 2 Std.; Übernachtung in Sofia; F/M/A

16. Tag (Di, 30.6.2020) Abreise Mit dem Frühstück im Hotel endet der Service von TERRA UNICA. Selbstverständlich sind wir bei der Organisation des Transfers zum Flughafen behilflich.- F

Bitte beachten Sie, dass die im Reiseverlauf aufgeführten Fahrtstrecken und -zeiten nur ungefähre Angaben sind. Die Fahrzeiten verstehen sich OHNE Beobachtungsstopps, die situationsbedingt unterschiedlich lang ausfallen können. Um ein optimales Naturerlebnis zu gewähren, können zudem einzelne Programmpunkte ausgetauscht werden, wenn sich zum jeweiligen Zeitpunkt an anderen Lokalitäten günstigere Beobachtungsbedingungen ergeben. Gelegentlich fahren wir dazu „Umwege“. Flexibilität ist bei Naturexkursionen eine Notwendigkeit! Rechnen Sie damit, dass wir an den meisten Tagen von morgens bis zum späteren Nachmittag / frühen Abend „unterwegs“ sind, manchmal auch etwas länger, je nach Beobachtungssituation. Fahrtzeiten sind keine Exkursionszeiten! Aus logistischen oder witterungsbedingten Gründen kann sich die Reihenfolge der besuchten Lokalitäten ändern. Beachten sich auch, dass es bei den genannten „Wanderungen“ nicht um sportliches Wandern geht (kein „Strecke machen“), sondern um Naturexkursionen mit geringem Gehtempo und vielen, auch längeren Beobachtungs- und Fotostopps. Die meisten Touren belaufen sich auf nur wenige Kilometer. Für die etwas anspruchsvolleren Touren gibt es immer auch weniger anstrengende Alternativen.

[Mehr da im Abschnitt „Anforderungen“ unter Daten zu dieser Reise]

 

Ein Abschluss einer Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption und einer Reiserücktrittsversicherung ist dringend anzuraten!!

TERRA UNICA vermittelt diese Versicherungen über Travelsecure (Würzburger Versicherungs-AG). Sie können diese sehr einfach online abzuschließen. [Lesen Sie dazu auch in der TERRA-UNICA-Datenschutzerklärung.]

Klicken Sie links auf das Bild, dann gelangen Sie direkt zum Tarifrechner.

 

Daten zu dieser Reise

Reisecode: BUL20

Reisetermin:  15.06. -30.06.2020 + ggf. Tage für An- und Rückreise

Reisepreis: 
ab/bis Sofia pro Person
im Doppelzimmer 1990,- €
Einzelzimmerzuschlag 180,- €

Teilnehmerzahl: 6 bis 12 Teilnehmer

Anmeldeschluss:  01.03.2020  Bitte buchen nach Möglichkeit früher oder lassen Sie sich unverbindlich vormerken

Absagevorbehalt: Wird die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, kann TERRA UNICA die Reise – bis spätestens am 30.Tag vor Reisebeginn – absagen. (Die Absage erfolgt normalerweise schon dann, wenn bei Überschreiten des Anmeldeschlusses die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wurde. Allerdings kann dieser Termin nach hinten verschoben werden, wenn nur noch wenige Teilnehmer fehlen und/oder noch Vormerkungen auf die Reise vorliegen.)

Bitte wichtige Hinweise beachten!

Die An- und Rückreise nach/von Skopje erfolgt individuell, ist nicht im Reisepreis eingeschlossen und nicht Teil der TERRA-UNICA-Pauschalreise. Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl der Flugverbindungen und stellen – auf Wunsch ­– den Kontakt zu einer entsprechenden Agentur her; Genaueres dazu im Infoblatt Fluganreise und unter wichtige Hinweise.

Direkte Flüge nach SOFIA gibt es z.B. von Frankfurt oft für ca. 200 € (LH, Austrian), mit WIZZAIR teilweise noch günstiger. Von anderen Flughäfen sind es meist Umsteigeverbindungen zu ähnlichen Preisen.  [Beachten Sie, dass Billigangebote im Internet meist ohne Aufgabegepäck (Koffer) angegeben werden, auch bei Linienfluggesellschaften! Flugpreise sich aus vielen Gründen ändern!]

Buchen Sie noch keine Tickets, bevor die Durchführung der Reise gesichert ist und Sie verbindliche Informationen zu möglichen Ankunfts- und Abflugzeiten erhalten haben!!!!!! Alle Preisangaben ohne Gewähr.

 

Bitte wichtige Hinweise beachten!

Bulgarien ist ein EU-Land, EU-Bürger benötigen lediglich einen gültigen Personalausweis. Bulgarien gehört nicht zum Schengenraum, es finden also Pass- und Zollkontrollen statt.

Ausführlichere Infos erhalten Sie mit Ihrer Buchungsgestätigung

Die Reise erfordert eine „normale“ körperliche Fitness. Sie sollten in der Lage sein, Naturexkursionen (langsames Gehtempo mit vielen Beobachtungsstopps, keine „sportlichen“ Wanderungen) auch in unwegsamen Gelände (Wanderschuhe!) zu unternehmen. Die Touren umfassen überwiegend nur wenige Kilometer. Es fallen teilweise auch Steigungen an. Zu längeren, etwas anstrengenden Wanderungen gibt es stets Alternativen.

Diese Reise ist nicht geeignet für Personen mit ein­geschränkter Mobilität.

Geduld und Freude bei der Beobachtung / Bestimmung von Tier- und Pflanzenarten sind gefragt. Sie sollen auch Interesse an der Besichtigung von kulturellen Sehenswürdigkeiten mitbringen.

Die Ausflüge können ggf. früh am Morgen beginnen bzw. bis in die Abendstunden andauern. Die Exkursionszeiten lassen sich nicht genau im Voraus planen und richten sich nach der Beobachtungssituation. Wie hetzen nicht durch die Landschaft, sondern nehmen uns Zeit in der Natur.

Die einzelnen Beobachtungsgebiete sind überwiegend durch „normale“ Teerstraßen verbunden, in den Bergen sind sie oft kurvenreich (Serpentinen). Manchmal nutzen wir auch unbefestige Fahrwege, dann kann es etwas „ruckelig“ werden.

Das Klima in Bulgarien ist überwiegend kontinental geprägt. In den Gebirgen im Westen sind gibt es relativ kurze, warme Sommer und lange, kalte Winter mit viel Schnee. Im Rest des Landes sind die Sommer heiß, die Winter recht kalt, auch in den tieferen Lagen. Nur im unmittelbaren Einfluss des Schwarzen Meeres sind die Winter milder und regenreich. Im Sommer wird es dort oft sehr heiß und es ist extrem trocken.

Diese Reise führt überwiegend in die Berge und wir halten uns teilweise in Höhen um 2000 m auf. Dort ist es naturgemäß eher kühl, so dass warme Kleidung mitzubringen ist. In den tieferen Lagen ist es zur Reisezeit normalerweise schon „sommerlich warm“, teilweise auch heiß. Man muss aber auch mit Regen rechnen.

lokaler Führer (englischsprachig) + Reisebegleitung Ulrike Wizisk von TERRA UNICA

Bitte unbedingt wichtige Hinweise zur Reiseleitung beachten!

Wichtige rechtliche Hinweise: Die Unterkünfte sind lediglich Übernachtungsorte. Alle anderen Aktivitäten, die dort angeboten werden, sind nicht Teil der TERRA-UNICA-Pauschalreise – auch nicht die Benutzung eines evtl. vorhandenen Pools. Die angegebenen Links zu den Internetseiten der einzelnen Unterkünfte dienen nur dazu, dass Sie sich ein Bild von dem Übernachtungsort machen können. Sie finden dort keine Informationen, die speziell die von Ihnen gebuchte Reise betreffen. Auf den Inhalt dieser externen Webseiten hat TERRA UNICA keinen Einfluss und kann für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte ist der Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden derartige Links umgehend entfernt. Beim Besuch der jeweiligen Seiten gelten deren Datenschutz­bestimmungen. Diese entsprechen oftmals nicht den geltenden Richtlinien und Gesetzen der Europäischen Union. Auch verfügen viele Internetauftritte nicht über das https-Protokoll („verschlüsselte Übertragung im Internet“). Wenn Sie 100% sicher sein wollen, dass keine Daten von Ihnen unkontolliert abgegriffen und weitergegeben werden, dann dürfen Sie die Links nicht öffnen.
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Sofia: Hotel kann aus organisatorischen Gründen erst reserviert werden, wenn die Durchführung der Reise feststeht; Mittelklasse; vermutlich Flughafennähe

Melnik: Hotel Bolyarka (keine eigene Internetseite, aber Bilder bei google zu finden; auch bei YouTube)
Rustikal, aber stilvoll eingerichtetes Haus in der Altstadt
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Yundola: Tourist Compex Andela (keine eigene Internetseite, aber Bilder bei google,  auf Facebook und YouTube)
Rustikale, einfache Holzhäuser, verteilt in einem Wäldchen (also „mitten in der Natur“)

Assenovgrad: Hotel Old Times  http://hoteloldtimes.com/stari-vremena-asenovgrad/
Rustikal, hübsch eingerichtet, in der Altstadt

Koprivshtitsa: steht noch nicht fest; Mittelklasse
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Bitte unbedingt wichtige Hinweise zu Unterkünften beachten!

Reiseleitung/-begleitung wie beschrieben (Bei einer evt. Nutzung von zwei Fahrzeugen kann nicht auf beiden Fahrzeugen eine deutschsprachige Begleitung anwesend sein)

Fahrten und Transfers wie im Reiseverlauf beschrieben; Busgröße richtet sich nach der Teilnehmerzahl, kleiner Minibus bei nur 6 Teilnehmern, ab 7 Teilnehmern größeres Fahrzeug; Platz zur Verstauung von Handgepäck und Fotoausrüstung

Unterkünfte wie angegeben

Mahlzeiten wie angegeben (F = Frühstück, M = Mittagessen, A = Abendessen), ggf. Picknick

Exkursionen wie beschrieben (außer optionale)

Eintrittspreise und Gebühren (außer für optionale Aktivitäten)

TERRA-UNICA-REISELEITFADEN mit Tipps und Infos zur Reise

Checklisten zum Eintragen der gesichteten Tier- und Pflanzenarten
                        

– Alle Preisangaben für nicht von TERRA UNICA angebotene Leistungen ohne Gewähr!

An-/Rückreise nach/von Sofia („Infos zur Anreise“ lesen!)

Getränke und ggf. zusätzliche Mahlzeiten

Trinkgelder sind natürlich freiwillig (vielleicht ca. 3 € pro Tag/Person/Führer, dazu an einigen Tagen etwas für zusätzliche lokale Experten; kleinere Trinkgelder in den Hotels)

Kosten für optionale Aktivitäten, also solche, die nicht Teil des beschriebenen Reiseprogramms sind bzw. dort mit „optional“ gekennzeichnet sind

ggf. Foto- und Videogebühren (zurzeit keine bekannt, ggf. in einigen Sehenswürdigkeiten)

ggf. zusätzliche Hotelübernachtungen und Transferfahrten während der An- und Abreise (falls Sie einen Tag früher anreisen oder später abreisen)

ggf. Transferfahrt zum Flughafen bei der Abreise

Auslandskranken­versicherung mit Rückholoption und Reiserücktrittversicherung, wie z.B. günstig bei Travelsecure

Wir durchstreifen Wälder, Wiesen, alpine Matten – und alle anderen in der Reisebeschreibung beschriebenen Habitate und wollen diese „erforschen“ und „erleben“. Wir bestimmen Pflanzen, Schmetterlinge, Vögel u.v.m. und halten natürlich dabei speziell Ausschau nach besonders charakteristischen, seltenen oder sogar endemischen Arten.

Der lokale Führer ist fachkundig, führt uns zu interessanten Lokalitäten und hilft bei der Identifizierung der Arten. Allerdings ist er natürlich kein Universalwissenschaftler und nicht „allwissend“.

Die im Tourverlauf genannten Tier- und Pflanzenarten sollen Ihnen einen Eindruck von den Beobachtungsmöglichkeiten geben. Es gibt in der Regel noch viel mehr zu sehen. Andererseits kann TERRA UNICA natürlich keine Garantie geben, dass Sie die beschriebenen Arten auch wirklich finden werden.

Im Übrigen ist das Auffüllen einer möglichst langen Artenliste nicht der alleinige Zweck einer TERRA-UNICA-Reise – es geht vielmehr um den Naturgenuss im Ganzen.

Einzelheiten über die zu erwartenden Arten unter „..unsere Zielarten“ bzw. im Reiseverlauf!
 
 
 

Das deutsche Auswärtige Amt warnt vor Trickbetrügern und Taschendieben am Flughafen und Touristenattraktionen und rät, gut auf Wertgegenstände aufzupassen. Auch ist es nicht angeraten, wertvolle und wichtige Dinge in Fahrzeugen zu lassen.

Weitere Informationen unter www.auswaertiges-amt.de.

 

Lesen Sie auch unbedingt die wichtigen Hinweise gültig für alle TERRA-UNICA-Reisen!